Bandscheibenvorfall + neuer Riss tipps für training/heilung

    • Bandscheibenvorfall + neuer Riss tipps für training/heilung

      Servus Leute, ich habe schon vor 2 Jahren einen leichten Bandscheibenvorfall diagnostiziert bekommen. L5-S1. Ich habe keine ausstrahlenden Schmerzen. Habe vor einiger zeit wieder angefangen mit Schweren beugen. Das lief wunderbar beschwerdefrei bis ich vor kurzem mal kurz die Stabilität beim aufwärmen verloren habe. Jetzt ist zu besagtem Bandscheibenvorfall wohl ein Riss im Ring dazu gekommen. Der Arzt war ein ziemlicher "penner" und meinte Grundlegendes Krafttraining verbot und ist auch auf nix näher eingegangen. Ich will möglichst weitertrainieren ohne die LWS zu belasten. Irgendwer erfahrung/Tipps wie lange so ein Heilprozess dauert, beschleunigt werden kann oder wie ich mein training umgestalte?

      Beine mache ich mit viel vorermüdung an geräten und dann heute 10x10 kniebeuge front mit wenig gewicht. Aber Bankdrücken usw belastet ja auch alles...

      grüße
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    • aus erfahrung gesprochen: heilprozess ca 12 monate eventuell mehr je nach schwere. problem der stabilität sind nicht die bandscheiben sondern die bänder rechts und links der ws. die leiern im laufe der (trainings)zeit aus und mache die ws so instabil. abhilfe sind bänderspritzen die ziehen die bänder wieder zusammen( verkürzen). frag einen richtigen sportarzt danach und mach dich auf was gefasst.
    • Ein guter Artikel zu dem Thema.
      Kopiere ihn und schenk ihm dem Arzt.
      Dann such Dir einen der sein Handwerk versteht.
      breakingmuscle.com/fitness/kee…rehab-for-lumbar-injuries

      P.S.Die Instabilität in der Wirbelsäule kommt durch Verschleiss der Facettgelenke.
      Bänder leiern nicht aus.Das ist lebendes Gewebe und kein Gummi.
      https://youtu.be/Fj47fuKDV9Y

      Philipper 4.13

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Comerford ()

    • Comerford schrieb:

      P.S.Die Instabilität in der Wirbelsäule kommt durch Verschleiss der Facettgelenke.
      ..und woher kommt der verschleiß der fg´s in meinem fall hat es auf jeden fall funktioniert auch wenn google was anderes sagt.

      Comerford schrieb:

      Bänder leiern nicht aus.Das ist lebendes Gewebe und kein Gummi.
      1. doch tun sie
      2. das sind titten auch, den rest erspar ich mir
      3. es wurde ja nach erfahrung/en gefragt. das ist/sind meine. kann man draus machen was man will.
    • chivas schrieb:

      ..und woher kommt der verschleiß der fg´s in meinem fall hat es auf jeden fall funktioniert auch wenn google was anderes sagt.

      Comerford schrieb:

      Bänder leiern nicht aus.Das ist lebendes Gewebe und kein Gummi.
      1. doch tun sie2. das sind titten auch, den rest erspar ich mir
      3. es wurde ja nach erfahrung/en gefragt. das ist/sind meine. kann man draus machen was man will.
      sorry @chivas aber du liegst falsch.
      Erstens mal der brust Vergleich: Brüste bestehen aus Binde- und Fettgewebe.
      Bänder verbinden 2 Knochen
      @Comerford Bändern leihern an und für sich nicht "aus" aber werden "schwächer". Den Umständen gegeben lagst du natürlich richtig, da wir es mit einem jungen Sportler zu tun haben.
      Spoiler anzeigen

      "Mit zunehmendem Alter bauen sich Fibroblasten (spezielle Bindegewebszellen) ab, es geht Grundsubstanz verloren, die Mobilität des Gelenkes sowie die Belastungsfähigkeit des Bandes nehmen ab. Dies erklärt, warum sich ältere Menschen (v.a. Menschen, die kaum Sport treiben) schlechter bewegen können. Erkrankungen (z.B. Pseudogicht) führen zu Einlagerungen von Substanzen, z.B. Kristallen, die das Band z.T. porös oder starr werden lassen, so dass die eigentliche Funktionalität verloren geht. Durch Osteoporose oder chronische Reizung kommt es zu degenerativen Veränderungen der betroffenen Bänder."


      Zudem ist ein Bandscheibenvorfall eine Verletzung/riss des bindegeweberings. Die Instabilität kommt tatsächlich wegen der dadurch verstärken Belastung der Facettengelenke. Die betroffene Muskulatur in dem Bereich (in diesem Fall fascia thoracolumbalis) spielt auch eine nicht unwichtige Rolle.
      Gezielter Muskelaufbau hilft ja auch deshalb bei perfekter Ausführung (wenig Belastung der Gelenke + gezielter aufbau der Muskeln = mehr Stabilität (=evtl bessere Heilung)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von KleinerAlex ()

    • Lorin schrieb:

      Servus Leute, ich habe schon vor 2 Jahren einen leichten Bandscheibenvorfall diagnostiziert bekommen. L5-S1. Ich habe keine ausstrahlenden Schmerzen. Habe vor einiger zeit wieder angefangen mit Schweren beugen. Das lief wunderbar beschwerdefrei bis ich vor kurzem mal kurz die Stabilität beim aufwärmen verloren habe. Jetzt ist zu besagtem Bandscheibenvorfall wohl ein Riss im Ring dazu gekommen. Der Arzt war ein ziemlicher "penner" und meinte Grundlegendes Krafttraining verbot und ist auch auf nix näher eingegangen. Ich will möglichst weitertrainieren ohne die LWS zu belasten. Irgendwer erfahrung/Tipps wie lange so ein Heilprozess dauert, beschleunigt werden kann oder wie ich mein training umgestalte?

      Beine mache ich mit viel vorermüdung an geräten und dann heute 10x10 kniebeuge front mit wenig gewicht. Aber Bankdrücken usw belastet ja auch alles...

      grüße
      Ein Bandscheibenvorfall bedeutet, dass der Kern ausgetreten ist und der Schmerz kommt nicht weil die Bandscheibe einen Riss hat, sondern der Gallertkern auf die Nerven ausserhalb stößt. Mal ganz vereinfacht gesagt.
      Du kannst davon ausgehen, dass 50 % der Menschheit derartige Risse hat, ganz oft bleiben sie unbemerkt)( ein leben lang) , eben weil der Kern nicht austritt. Die meisten Bandscheibenvorfälle entstehen nicht durch schweres Training, richtige Technik nun mal vorausgesetzt, sonder die passieren genau da wo nicht trainiert wird, wo sich zu wenig bewegt wird usw. Viele die zum Beispiel nur im Büro arbeiten ohne sportliche Aktivitäten , sind eher davon betroffen. Fehlende Haltung, fehlende Muskulatur, falsche Bewegungen, all dies sind Ursachen dafür, dass die Bandscheiben nach und nach "Verletzungen" bekommen. Erst sehr klein aber mit der Zeit werden die Rissen dann halt immer größer, bis sie den Austritt des Kerns zulassen / nicht mehr verhindern können.
      Ich mag mich noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wer bin ich schon aber gerade richtiges Krafttraining ist gut.
      Mein Mann wurde nach einem Bandscheibenvorfall auch operiert und trainiert sehr schwer ohne irgendwelche Beschwerden. Klopfe dennoch mal auf Holz, kann ja nicht schaden :)
      Ich sagen nun nicht, mach einfach wie du meist , schon gar nicht wenn du Beschwerden hast aber ich sage auch gehe zu einem gescheiten Arzt, der sich richtig damit auskennt. Ggf kann ein kompetenter Personal Trainer da auch sehr gut weiter helfen.
      Gute Besserung!
      liebe Grüße von Mel
      Erfolg kommt, wenn du liebst was du tust !
    • @Mel_Fitness_Marbella hat alles nochmal ausführlich erklärt :thumbsup:
      @Lorin Lange Rede kurzer sinn: beugen eher sein lassen, richtiges Heben (Sumo DL) kann helfen. Die beteiligte Muskulatur stärken.
      Treten weiterhin noch Schmerzen auf oder verschlimmert sich der Schmerz sogar, definitiv einen kompetenten Arzt aufsuchen!
    • Lorin schrieb:

      Servus Leute, ich habe schon vor 2 Jahren einen leichten Bandscheibenvorfall diagnostiziert bekommen. L5-S1. Ich habe keine ausstrahlenden Schmerzen. Habe vor einiger zeit wieder angefangen mit Schweren beugen. Das lief wunderbar beschwerdefrei bis ich vor kurzem mal kurz die Stabilität beim aufwärmen verloren habe. Jetzt ist zu besagtem Bandscheibenvorfall wohl ein Riss im Ring dazu gekommen. Der Arzt war ein ziemlicher "penner" und meinte Grundlegendes Krafttraining verbot und ist auch auf nix näher eingegangen. Ich will möglichst weitertrainieren ohne die LWS zu belasten. Irgendwer erfahrung/Tipps wie lange so ein Heilprozess dauert, beschleunigt werden kann oder wie ich mein training umgestalte?

      Beine mache ich mit viel vorermüdung an geräten und dann heute 10x10 kniebeuge front mit wenig gewicht. Aber Bankdrücken usw belastet ja auch alles...

      grüße
      ...Du schreibst, keine ausstrahlenden Schmerzen zu haben.
      Hast du überhaupt Schmerzen?
      Bei welchen Bewegungen/Übungen?
      Was hat der Arzt außer dem grundlegenden Trainingsverbot noch geäußert?
      Wurde eigentlich ein MRT/CT durchgeführt? ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AUK ()

    • @Comerford danke werde ich mal weiterleiten ;)


      Mel_Fitness_Marbella schrieb:

      Ein Bandscheibenvorfall bedeutet, dass der Kern ausgetreten ist und der Schmerz kommt nicht weil die Bandscheibe einen Riss hat, sondern der Gallertkern auf die Nerven ausserhalb stößt. Mal ganz vereinfacht gesagt.
      Danke Mel, das weiß ich vllt habe ich mich falsch ausgedrückt. Der Bandscheibenvorfall ist schon länger Diagnostiziert, der riss ist wohl im Wirbel Ring also das knorpelgewebe an sich und nicht an der stelle wo die bandscheibe austritt...so wie ich das verstanden habe. Ich werde mal zu meinem Orthopäden gehen und fragen was er dazu meint.

      AUK schrieb:

      ...Du schreibst, keine ausstrahlenden Schmerzen zu haben.Hast du überhaupt Schmerzen?
      Bei welchen Bewegungen/Übungen?
      Was hat der Arzt außer dem grundlegenden Trainingsverbot noch geäußert?
      Wurde eigentlich ein MRT/CT durchgeführt? ...
      MRT wurde von der LWS ausgeführt, bin da nach 2 Tagen durch eine Freundin in die Mittagspause gerutscht. Leider hat der Arzt sich nicht weiter zu geäußert als was ich geschrieben habe, war ja auch nur ein gefallen und werde das ganze wie gesagt wenn ich daheim bin mit meinem Orthopäden besprechen der ist auch Physio und Ostheopath mal schauen was er sagt.
      Die ersten Tage schmerzen als ich 1,5 Stunden von eienr Befreundeten Physio behandelt wurde war es viel viel besser. Heute nach sehr leichtem Beintreining etwas schmerz ansonsten nicht, nein.
    • Lorin schrieb:

      @Comerford danke werde ich mal weiterleiten ;)


      Mel_Fitness_Marbella schrieb:

      Ein Bandscheibenvorfall bedeutet, dass der Kern ausgetreten ist und der Schmerz kommt nicht weil die Bandscheibe einen Riss hat, sondern der Gallertkern auf die Nerven ausserhalb stößt. Mal ganz vereinfacht gesagt.
      Danke Mel, das weiß ich vllt habe ich mich falsch ausgedrückt. Der Bandscheibenvorfall ist schon länger Diagnostiziert, der riss ist wohl im Wirbel Ring also das knorpelgewebe an sich und nicht an der stelle wo die bandscheibe austritt...so wie ich das verstanden habe. Ich werde mal zu meinem Orthopäden gehen und fragen was er dazu meint.

      Du hattest dich verständlich ausgedrückt, ich habe verstanden das du einen Bandscheibenvorfall hattest.
      Und ich habe es genau so gemeint, wie ich es geschrieben hatte. Es sieht so aus, als hättest du deinen Arzt nicht so verstanden.
      Es geht immer um diesen "Ring" ;)
      Eine Bandscheibe ist ein Knorpelgewebe, ein Ring der zwischen dein einzelnen Wirbeln liegt. In der Mitte dieses Ringes ist ein Gallertkern. Wird der Knorpelring nun brüchig, bekommt also Fissuren, kleine Risse und werden diese dann mit der Zeit länge/größer, kann dieser Gallertkern sich einen Weg nach außen suchen/ austreten. Die Bandscheibe tritt also nicht aus, sondern der Kern. Wenn dies passiert, bekommt Schmerzen, Taubheitsgefühl usw.
      Ich wollte dir sagen , dass fast jeder oder auch gern jeder zweite Fissuren in seinen Bandscheiben hat, vor allem wenn wir älter werden, so wie dun nun anscheinend auch erneut wieder.
      Richtiges, technisch korrektes Krafttraining ist gut und eher von Vorteil.
      Wie du schon gelesen hast ist Beugen der Zeit, wenn es Akut ist, nicht die Beste Idee, da dann Last von oben kommt und die Bandscheiben komprimiert. Übungen wie Kreuzheben sind da sicherlich eher von Vorteil, auch die Beinpresse würde gehen.
      Kommt aber immer alles individuell, auf den einzelnen Fall an :)
      Hoffe du findest den richten Rat !
      Lg von Mel

      Erfolg kommt, wenn du liebst was du tust !
    • Bei meinem akuten BSV 2015 habe ich mir zwei Spritzen verpassen lassen wegen der Schmerzen.
      Zuvor natürlich auch das MRT.
      Das war's ärztlicherseits. Ich habe sehr viel mit verschiedenster Wärme für den Rücken gearbeitet
      und relativ zügig mit der Rückenschule angefangen.
      Diese dann Woche für Woche im Schwierigkeitsgrad und in der Anzahl der Sätze gesteigert. (alles ohne Gewichte!!)

      BD (normal, eng) mit Füßen auf der Bank und Konzentration auf die Oberkörpermuskulator belastete nicht den Rücken.
      Da ist das Stecken der Gewichte schwerer gewesen. ;) Also nur noch kleine Scheiben verwendet.

      Nach einigen Wochen dann habe ich mit tradionellem KH begonnen, eben wie KB mit Hantel in der Hand. :)
      Begonnen mit ca. 20 kg, es hat eine Weile gedauert, bis ich erstmals wieder 50 kg schmerzfrei heben konnte.
      Ich habe immer leicht bis in den Schmerz trainiert und konnte die Gewichte allmählich steigern.
      Ansonsten habe ich alles getestet, was ging, was nicht und mich dem angepaßt.
      Latziehen von oben zB belastet kaum wenn das Gewicht moderat ist und man ruhig sitzt.
      Also keinen Konterschwung, ruckartige Bewegungen habe ich sowieso vermieden.
      KB habe ich damals überhaupt keine durchgeführt. Mittlerweile bin ich stärker als vor dem BSV
      und in Schlagweite meiner Ergebnisse im KH und KB aus den 90iger Jahren. :thumbup:

      Schritt für Schritt hat das Ausstrahlen in die Beine bei mir aufgehört. Oberkörper nach vorn gebeugt
      und gleichzeitig das rechte Bein angehoben - daran konnte ich bei mir ganz einfach erkennen,
      wie die Heilung verläuft. :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AUK ()

    • AUK schrieb:




      BD (normal, eng) mit Füßen auf der Bank und Konzentration auf die Oberkörpermuskulator belastete nicht den Rücken.
      Da ist das Stecken der Gewichte schwerer gewesen. ;) Also nur noch kleine Scheiben verwendet.
      Hier finde ich wichtig zu erwähnen, für die, die es nicht wissen ( das sind sicherlich einige) dass man das machen kann mit den Füßen auf der Bank aber dennoch eine natürliche Haltung der Wirbelsäule( Lordose Lumbar ), einhalten soll. Man sollte nicht,wie man es leider sehr oft sieht, die Wirbelsäule flach auf die Bank legen, welches mit mit Hilfe des Füße hebens, erreicht wird. Das alles andere als gut und kontraproduktiv. ;)
      Erfolg kommt, wenn du liebst was du tust !
    • Mel_Fitness_Marbella schrieb:

      AUK schrieb:

      BD (normal, eng) mit Füßen auf der Bank und Konzentration auf die Oberkörpermuskulator belastete nicht den Rücken.
      Da ist das Stecken der Gewichte schwerer gewesen. ;) Also nur noch kleine Scheiben verwendet.
      Hier finde ich wichtig zu erwähnen, für die, die es nicht wissen ( das sind sicherlich einige) dass man das machen kann mit den Füßen auf der Bank aber dennoch eine natürliche Haltung der Wirbelsäule( Lordose Lumbar ), einhalten soll. Man sollte nicht,wie man es leider sehr oft sieht, die Wirbelsäule flach auf die Bank legen, welches mit mit Hilfe des Füße hebens, erreicht wird. Das alles andere als gut und kontraproduktiv. ;)

      Das Wichtigste aber ist vor allem, dass man sich extrem vorsichtig hinlegt und aufsteht, weswegen man sogar mal eine Pause liegend verbringen kann bzw. idealerweise anfangs sogar das Drücken im Sitzen an der Maschine dem Drücken auf der Flachbank vorziehen könnte/sollte. Dass Decline-Drücken eine ganze Weile nicht möglich sein wird, kann jeder nachvollziehen, den es schon einmal
      mit einem BSV erwischt hat. Fliegende zB natürlich genauso, auch hier sind die Maschinen goldwert.