Ungewöhnlich Trainingsunfälle - Vorbeugen hilft

    • Ungewöhnlich Trainingsunfälle - Vorbeugen hilft

      1) Einer meiner unglaublichsten Sportunfälle ereignete sich vor ca. 20 Jahren in einer Muckibude in einer großen Stadt nahe der niedersächsischen Grenze, als an der Beinpresse die Kette riß und mir den Unterschenkel am Schienbein von unten nach oben aufriß. War das eine rote Schweinerei an der Maschine. Die letzten Spuren an meinem Bein waren noch ewig lange zu sehen.
      Da sich dort allerdings auch BB auf die WK vorbereiteten und die Chefs ok waren, einigten wir uns so unter Sportlern. Vielleicht finde ich einige von den vielen mir damals nach dem BB-WK geschenkten hammerharten Posingfotos. EIner von denen hat damals innerhalb von 24 h nach dem WK inkl. Wasser 10 - 15 kg zugenommen.

      2) Mein erster Fast-Unfall wäre auch fast mein letzter gewesen. Vor 34 Jahren rutschte mir eine 10 kg Hantel mit Griff (also ähnlich eines Kettlebells heute) bei einer im Liegen ausgeführten Übung für den Hüftbeuger aus dem Schuh und klatschte von oben auf mich runter. Irgendwie bekam ich noch blitzartig die Hände von der Sprossenwand hinter mir los und über die Stirn, als es auch schon einschlug.

      3) Einen wahnsinnigen Anfängerfehler, den ich mir bis heute nicht erklären kann, ereilte mich vor 14 Jahren, als ich @home eine Eisenscheibe vom Boden aufheben wollte, im gleichen Moment eine massive 20 kg Eisenscheibe von oben runterklatschte und schräg mit der schmalen Seite meinen rechten Mittelfinger erwischte, der sich gerade über der Kante einer anderen kompakten Eisenscheibe am Boden zum Aufheben befand. Es spritzte wahnsinnig viel Blut, ich legte mir geistesgegenwärtig irgendetwas um den Finger, schnappte mir den Wohnungsschlüssel, rannte von der Wohnung mitten auf die Kreuzung, hielt das erste Auto an und ließ mich ins Krankenhaus fahren. Dort fühlte ich mich dann erstmal wie der größte Privatpatient, obwohl ich nichts beihatte. Der Finger war im mittleren Glied beidseitig bis zum Knochen durch, letztendlich aber nur ein Trümmerbruch zwischen den beiden Gelenken, der komplikationslos verheilt ist. Es hätte viel, viel schlimmer kommen können.

      4) Beim "Cardio-Training" vor 13 Jahren brach mir doch tatsächlich eine hochwertige Rennpedale am Rennrad, als ich gerade im Stehen mit extremen Hüftzug auf der Überholspur mit ca. 45 kmh einen leichten Anstieg hochsprintete. Ich muß wahnsinnig weit geflogen sein, das Rennrad lag viele, viele Meter hinter mir. Ich hatte aber Glück, alle Autos konnten bremsen. Der Verkehr war gerade nicht zu groß. Schulter hinüber, Knochen gebrochen.......das Leben geht weiter.
      Im Nachhinein erfuhr ich, dass die Pedale preisgesenkt war durch Ankauf von einem Rad-Voll-Profi und nicht weil das Modell ausgelaufen war, wie ich beim Kauf annahm. (ev. kl Haarriß nach einem Sturz in der Pedale?)

      5) Einen zweiten "Fast"-Unfall hatte ich vor ca. 25 Jahren, als mir @home beim Bankdrücken - voller Adrenalin ohne eingehangene Sicherung
      trotz pers. Maximallast - die Hantelstange plötzlich auf den Hals rutschte, ich aber irgendwie rechts die Hantel einseitig etwas hochdrücken,
      auf der linken Seite auf die Reservescheiben für die KB absenken und ich mich mehr schlecht als recht befreien konnte. Durch die Überdehnung des linken Brustmuskels konnte ich dann ca. 4 Wochen nicht BD.

      Könnte jetzt noch fortsetzen, will damit nur speziell an die Anfänger und die alten Hasen sagen:


      Lieber einmal mehr die Maschine im Studio gecheckt als zuwenig. Sitzen die Sicherungen richtig? Sind alle Stifte richtig eingerastet?
      Hanteln immer schön gleichmäßig be- und entladen, immer schön in die Mitte schieben.
      Räder und Ersatzeile am besten neu kaufen, man weiß ja nie, was diese schon alles mitgemacht haben.
      Mir sind schon Unmengen/Dutzende Teile während des Radfahrens gebrochen (Das wäre jetzt aber OT)

      @home: Am besten immer die Versichertenkarte und ein Handy bereitlegen. Und falls vorhanden, die Sicherung einhängen.
      Diese Woche mußte ich sowohl einmal beim BD @home auf dem Spezialständer absetzen als auch gestern wie zu lesen war in einem Satz bei den KB.



      Ziel im Herbst 2019:

      185,0 - 115,0 - 175,0
      bis 90 kg
      54 Jahre
      jederzeit NADA-konform

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AUK ()

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    • Haha, einen "Bankdrück"-Unfall zu Hause hatte ich auch mal in meiner Anfängerzeit.

      Ich hatte nur eine Langhantel und ein paar Scheiben zu Hause, keine Bank.
      Bankdrücken machte ich also auf dem Boden liegend und als Ablage dienten 2 Mineralwasser-Kisten.
      Beim Ablegen der Hantel riß der Kunststoff einer Kiste und die Stange knallte mir ungebremst aufs Gesicht.
      Zum Glück war nichts gebrochen, aber ich war Wochen lang blau..
      Wer mehr Zeit im Internet verbringt als am Eisen ist kein Pumper sondern ein Nerd.
    • Armstrong schrieb:

      Haha, einen "Bankdrück"-Unfall zu Hause hatte ich auch mal in meiner Anfängerzeit.

      Ich hatte nur eine Langhantel und ein paar Scheiben zu Hause, keine Bank.
      Bankdrücken machte ich also auf dem Boden liegend und als Ablage dienten 2 Mineralwasser-Kisten.
      Beim Ablegen der Hantel riß der Kunststoff einer Kiste und die Stange knallte mir ungebremst aufs Gesicht.
      Zum Glück war nichts gebrochen, aber ich war Wochen lang blau..

      Es geht noch besser:

      '84 fing ich bei der Asche an,
      ab 86 im Studium/Wahlfach Sport hatte ich Top-Bedingungen und gleich auch WK im Zweikampf (BD, KB)
      ....mehr gab es ja bei uns nicht..... :(
      >>>>>>
      Aber '85/86 bei etwas über zwei Semestern Fremdstudium in einer HS trainierten wir in einer unter dem Dach
      befindlichen Judo-Halle ohne Heizung, ohne Ständer......

      Wir hatten ein Zuggerät an der Wand, eine Bank ohne alles, eine Langhantelstange, Scheiben, KH weiß ich nicht mehr......
      Alleine trainieren ging nicht, einer mußte ja die Stange hochheben, mit der der andere drücken konnte.
      Optimal waren da drei Leute, vier war schon wieder zuviel......

      Im Winter dann mit Handschuhen trainiert, weil die Stangen gefroren waren.
      Und mit Mütze, Schal.......

      Aber alles ohne Unfall, soweit mir bekannt. :)

      Manchmal machten wir auch bei den Judokas mit. Da war das zuvor bei der Asche erlernte sehr praktisch.
      Ziel im Herbst 2019:

      185,0 - 115,0 - 175,0
      bis 90 kg
      54 Jahre
      jederzeit NADA-konform