Labrum beschädigt, aber dennoch Rotatorentraining?

    • Labrum beschädigt, aber dennoch Rotatorentraining?

      Hallo,


      ich bin eine 38jährige Frau, die seit 30 Jahren turnt und nie körperliche Probleme hatte. Jetzt hat es mich aber offensichtlich doch erwischt.


      Angefangen hat es mit stechenden und z. T. brennenden Schmerzen am Rande des rechten Schulterblatts Richtung Wirbelsäule. Der Orthopäde verschrieb mir Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Physiotherapie. Jetzt wurde ich gewärmt, gestromt, geknetet, gestreichelt, manuell therapiert ... Es wurde nicht besser - auch nicht ohne Sport - zumindest nicht viel, aber ein wenig schon. Zurück zum Orthopäden, der hat geröntgt, aber auf den Röntgenbildern war nichts zu sehen. Der sagte dann, es wäre bestimmt neurologisch bedingt. Ich zum Neurologen. Nervenleitgeschwindigkeit gemessen, alles ok. Der meinte, es könnte von der Schulter kommen. Da der erste Orthopäde schon ein wenig komisch war, bin ich zu einem anderen, eine zweite Meinung ist ja immer gut. Der hat mich in die Röhre geschickt. Hier der Befund:


      "Weitgehend reguläre Artikulationsverhältnisse im Schulter- und Schultereckgelenk. Keine signifikanten degenerativen Veränderungen. Kein beweisbarer Labrumschaden. Umschriebene Ödembildung i. H. d. Bizepssehnen-Pulley wie beschrieben, als möglicher Hinweis für eine bestehende belastungs- und bewegungsabhängige Bizepssehnen-Subluxation (Pulley-Läsion) - naturgemäß nur schwer zu beweisen. Intakte Verhältnisse an der Rotatorenmanschette."


      Damit zurück zum zweiten Orthopäden, da er aber kein Schulterspezi ist, hat er mich zu einem Schulterchirurgen überwiesen. Nach wochenlangen Warten, hatte ich heute endlich einen Termin. Der hat anhand der Bilder und anhand der Untersuchung (verschiedene Tests der rechten Schulter - Jobe, Hawkins, Neer ...) sicher sagen können, dass die Bizepssehne instabil ist. Er fragte mich, ob ich so ein Schnappen bei manchen Bewegungen höre. Ja, tue ich. Das würde für eine instabile Bizepssehne sprechen. Auch einen Labrumschaden kann er nicht 100 %ig ausschließen, ist sich aber sehr sicher, dass aufgrund der bei gewissen Bewegungen vorhandenen stechenden Schmerzen in der vorderen rechten Schulter, auch das Labrum beschädigt ist. Er würde mir eine OP empfehlen. Das wars dann aber auch mit der Sprechstunde sozusagen. Ich hatte gaaaanz viele Fragen, aber dafür hatte er wohl keine Zeit oder keine Lust mehr. Ich sollte mir das mit der OP überlegen und mich melden. Jetzt sitze ich hier und singe ... schreibe und hab lauter Fragezeichen auf der Stirn. Was mich am meisten beschäftigt, was ich jetzt überhaupt noch an Sport machen darf. Zu beiden Orthopäden will ich nicht mehr, weil der erste schon komisch war und der zweite sich ja wohl nicht so auskennt, was ich da habe. Also einen dritten Orthopäden angerufen. Ist hier uffn Ländle nicht so einfach. Ungerne neue Patienten, nur Notfälle, versuchen Sie es doch bei ... (100 km entfernt!) ... Also bin ich jetzt hier gelandet, um einfach zu wissen, was ich mit dieser Diagnose überhaupt noch an Sport (vorerst) sicher machen darf, bis ich dann operiert wurde. So viel sagt mir mein gesunder Menschenverstand, dass ich wohl sehr eingeschränkt bin, was Sport betrifft, aber vielleicht geht ja noch mehr, als gedacht!?


      Ach, der Schulterchirurg hat mich gefragt, ob ich ein "traumatisches Erlebnis" hatte, also einen Unfall hatte (Sturz ...). Mir fiel nichts ein. Jetzt zu Hause fällt mir aber ein, dass ich bei gewissen Übungen im Turnen ganz besonders stark diese stechenden Schulterschmerzen vorne habe. Und nach dem Sport ist es noch schlimmer. Sowohl vorne rechts und auch hinten am Schulterblatt. Besonders bei der Zugstemme oder bei der Planche (wenn das Begriffe sind?!). Zum Ausgleich zum Turnen, trainiere ich hin und wieder noch mit Hanteln, Geräten im Studio, aber auch mit der Kettlebell und ich laufe ab und an.


      Welcher Sport bzw. welche Übungen sind noch erlaubt oder anders gefragt, weil es vielleicht auch kürzer und einfacher zu beantworten ist, was ist nicht erlaubt (etwas drücken, heben, ziehen, Überkopf, alles, wo die Schulter im weitesten Sinne involviert ist ...)?!


      Soviel, wie ich selbst recherchiert habe, sollte ich auf jeden Fall die Rotatorenmanschette (auf-)trainieren und die hintere Schulter, sowie den mittleren und unteren Trapezius. Aber wie mache ich das am besten, ohne dabei die Schulter so zu belasten, dass das Labrum und, oder die Bizepssehne betroffen ist?


      Vorab schonmal vielen lieben Dank.


      LG


      PS: Wenn die MRT-Bilder interessant sein sollten, dann könnte ich die noch irgendwie nachreichen (müsste nur schauen, wie man das macht! ;)
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    • Meine linke Bizepssehne sitzt schon sehr lange nicht mehr in ihrem Sulcus.
      Ich werde diese irgendwann versetzen lassen,da sie immer an der subscapularis Sehne reibt.
      Eine von beiden wird auf Dauer sicher mal reissen.
      Aber bis zur OP oder bis zum akuten Trauma trainiere ich weiter allles was einigermaßen vom Schmerz
      zu tolerieren ist.
      Ich mache auch sehr viel Rotatorentraining,nicht zuletzt weil meine linke Schulter schon zwei Impingment Op
      hinter sich hat (2012) und meine rechte im Rahmen eines Abrisses der supraspinatus Sehne auch schon operiert
      wurde.(2014)
      Eigentlich will ich nur sagen,mach das was Du meinst machen zu können.
      Dein Körper teilt Dir die Grenzen schon mit.
      Mein Credo:
      Lieber verschleißen als verrosten.
      https://youtu.be/Fj47fuKDV9Y

      Philipper 4.13

      When you push yourself to and past your previous preconceived limits on a daily basis, you learn something about your mind and soul that few in our modern time understand.
    • Also meine Diagnose war zwar nicht genau deine aber vllt. hilft dir meine antwort ja doch.

      Hat vor ca. 1 1/2 jahren immer wieder beschwerden beim schultertraining, vor allem innensrotation war schmerzfhaft und meine bizepssehne war dauern entzündet.Zudem hatte ich immer dazu eine subacromiale bursitis(schleimbeutel').

      Das gingf so eine zeit immer wieder kling die entzündung ab und begann von neuem.Ich bin dann schließlich zum otrhopäden nund noch viel jammern hatte ich dann eine überweisen fürs mrt.Dabei kam heraus, teilweiser labrumabriss in der rechten schultern.Auch der radiologe fragte bzgl. trauma, ich verneinte und er meinte es sei eine chronische abnutzung die mikrorisse enstehen lassen und irgendwann wird dann die schulter so instabil dass sie sich praktisch hin und herschieben lässt und auch sub- komplettluxuieren kann.

      Er riet mir von der OP ab, und sagte es würde nichts mehr mit schweren bankdrücken drückt übungen.Ich entschloss mich bei einem Schulterspezialisten der renommiert ist, für die OP. 1 Monat später lag ich unterm messer, 3-4 Monate später und viel reha+rotatorentraining etc. .War ich zu 80% wieder belastbar 2 monate danach,Dips mit +60kg, 70kg überkopf, 200kg kreuzheben kein problem mehr.

      Muss dazusagen, ich habe nicht nur physiogemacht sondern ein extrem ausführliches reha programm was ich selbst mir zusammengestellt habe.Nach 4 tagen nach der op war ich wieder im gym, konnte halt die schulter 2 monate nicht belasten, aber den rest schon.

      Jetzt nach ca. 1 jahr ist alles wieder top.Kann dir nur zur OP raten.