Ephedrin

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    • Ephedrin gehört zur Gruppe der Sympathomimetika. Obwohl es kein Hormonpräparat ist, möchten wir es dennoch kurz beschreiben, da es dem Athleten einige interessante Wirkungen offeriert.

      Zum ersten verfügt Ephedrin über deutliche fettverbrennende Eigenschaften. Dieses liegt einerseits daran, dass Ephedrin Wärme im Körper erzeugt ( Thermogenese). Vereinfacht ausgedrückt, Ephedrin erhöht die Körpertemperatur geringfügig, so dass der Körper mehr Kalorien als sonst verbrennt. Andererseits regt Ephedrin die Schilddrüse an, das schwächere LT-4 (L-Thyroxin) in das stärkere LT-3 (Liothyronin) umzuwandeln, und beschleunigt so den Stoffwechsel. Die fettverbrennende Wirkung kann durch zusätzliche Einnahme von Methylzanthin Koffein und Aspirin fast verdoppelt werden. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine Kombination von 25 mg Ephedrin, 200 mg Koffein und 300 mg Aspirin den idealen synergetischen Effekt hervorruft. Diejenigen, die diese Kombination dreimal täglich anwenden, ungefähr 30 Minuten vor einer Mahlzeit, werden signifikant Fett verbrennen. Wettkampfbodybuilder wissen dies seit einiger Zeit zu schätzen. Zum zweiten hat Ephedrin eine anti-katabole Eigenschaft. Dieses eignet sich besonders zur Erhaltung des Muskelsystems während einer Diät.

      Schließlich benutzen Athleten Ephedrin oft als Trainings Booster. Da es eine leichte amphetamin-ähnliche Wirkung auf das Zentrale Nerven System ausübt, verbessert es die Konzentration, die Wachsamkeit und das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Zu diesem Zweck werden 25 - 50 mg Ephedrin ca. eine Stunde vor den Übungen eingenommen. Der Athlet verspürt einen unmittelbaren Energieschub, der sich bei den Übungen in einem 5 - 10%tigen Kraftzuwachs äussern kann. Hier ebenfalls kann die Wirkung durch die Einnahme von Koffein und Aspirin noch gesteigert werden (s.o.). Wichtig ist noch zu beachten, dass Ephedrin, bei der Anwendung zu diesem Zweck, nicht häufiger als dreimal wöchentlich genommen werden darf; anderenfalls würde sich der Körper daran gewöhnen und die Schubwirkung nachlassen, was eine wesentlich höhere Dosierung notwendig machen würde.

      Nebenwirkungen manifestieren sich in Form von schnellem Herzschlag, Schlaflosigkeit, Zittern (leichtes Zittern der Finger), Kopfschmerzen, Benommenheit, Bluthochdruck und Appetitlosigkeit. Das zuletzt genannte Symtom jedoch, wird von Athleten während einer Diät begrüsst. Ephedrin darf nicht eingenommen werden bei Bluthochdruck, schwerer Schilddrüsenüberfunktion, unregelmässigem Herzrythmus oder bei kürzlich erlittenem Herzinfarkt. In Europa ist Ephedrin verschreibungspflichtig.