Training trotz Krankheit/Krankenschein eure Meinungen

    • Chronos schrieb:

      Also:

      Wenn der Sport der Heilung zuträglich ist, kann es keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen haben.

      Wenn der Sport der Heilung abträglich ist, ja, kann sogar zur fristlosen Kündigung führen!
      Genauso ist mir das auch bekannt.

      lg
      Lieber stehend sterben, als kniend zu leben ! Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen - Sokrates -
    • So, ich habe gerade mit unserem Betriebsrat darüber gesprochen.
      Aus seiner Sicht sieht das aus :

      Wenn ein Arbeitgeber Zweifel an der Rechtmäßigkeit einer krankmeldung hat und diese auch begründen kann, dann kann er eine amtsarztliche Untersuchung beantragen.

      Von diesem Ergebnis hängt es ab, ob die Sache folgen hat.
      Ohne amtsarztliche Untersuchung verhängte massnahmen hätten vor dem Arbeitsgericht keinen Bestand und müssten zurückgenommen werden.
    • chivas schrieb:

      wenn ich nicht völlig falsch liege gibt es keine krankschreibung. und ein krankenschein ist auch was völlig anderes. man erhält eine arbeitsunfähigkeitsbescheinigung..oder?
      Ja, natürlich meine ich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, morgen war nur das Wort entfallen, aber ich denke die meisten haben mich verstanden :)

      @Armstrong danke fürs schlau machen, klingt auch alles sehr logisch so.
      How others see you is not important - how you see yourself means everything
    • Armstrong schrieb:

      das beurteilt der Amtsarzt, nicht der Arbeitgeber.
      ich glaube da liegst du falsch. außer dein arbeitgeber ist eine behörde. muss ich jetzt angst haben? der amtsarzt hat gegenüber einem arbeitgeber in der privatwirtschaft keinerlei befugnisse. der ag akzeptiert die aub oder nicht. meistens meckert er wenn es zuviele werden. erwischt er dich im gym fliegst du raus. ob das dann rechtens ist entscheidet dann das arbeitsgericht und kein amtsarzt.

      ps. und der arbeitgeber hat kein recht eine aub als nicht rechtmässig anzusehen. das steht ihm nicht zu. wenn ihm was nicht passt kann er ja kündigen.
    • Der Arbeitgeber ist nicht an die Weisung des Amtsarztes gebunden, sondern an die des Arbeitsgerichtes.
      Aber der arbeitsrichter trifft seine Entscheidung aufgrund der amtsarztlichen Beurteilung.
      Ob jemand bei einer Behörde arbeitet oder nicht spielt Dabei keine Rolle.

      So ich bin mal raus hier, ich habe alles geschrieben was ich in Erfahrung bringen konnte, mehr weiß ich nicht.
      Ich spekuliere nicht gern über Themen von denen ich keine Ahnung habe ;)
    • Armstrong schrieb:

      So, ich habe gerade mit unserem Betriebsrat darüber gesprochen.
      Aus seiner Sicht sieht das aus :

      Wenn ein Arbeitgeber Zweifel an der Rechtmäßigkeit einer krankmeldung hat und diese auch begründen kann, dann kann er eine amtsarztliche Untersuchung beantragen.

      Von diesem Ergebnis hängt es ab, ob die Sache folgen hat.
      Ohne amtsarztliche Untersuchung verhängte massnahmen hätten vor dem Arbeitsgericht keinen Bestand und müssten zurückgenommen werden.
      Das habe ich auch noch gefunden, das untermauert deine aussage
      tipps.jobs.de/krank-im-fitnessstudio/


      aber es geht ja nicht um eine Grippe, sondern immer noch um einen verletzten arm, und ob das da noch so "locker vom Hocker" geht kann ich mir nicht vorstellen. Mal abgesehen der Fahrlässigkeit damit Auto zu fahren geschweige mit dem verletzten Arm ins Gym zu gehen.
      FORTES FORTUNA ADIUVAT

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SILENT ()

    • SILENT schrieb:

      Das habe ich auch noch gefunden, das untermauert deine aussage
      ne, tut es leider nicht.außerdem ist in o.g. text auch nirgendwo von einer amtsärztl. untersuchung die rede.

      der arbeitgeber hat nur vorschnell gekündigt bzw. mit falscher begründung indem er die ärztliche bescheinigung angezweifelt hat. wie ich bereits sagte ist das so gut wie unmöglich. daher das urteil. und wenn es sich um ein fitnessstudio mit angeschlossener physiotherapie handelt und sein arzt dafür eventuell noch ein rezept ausstellt ist das urteil sogar gerechtfertigt. ich hätte ihm anders gekündigt. da müsste man aber das gesamte urteil lesen und die kündigungsklage. der kurze ausschnitt allein hilft da wenig.


      SILENT schrieb:

      aber es geht ja nicht um eine Grippe, sondern immer noch um einen verletzten arm, und ob das da noch so "locker vom Hocker" geht kann ich mir nicht vorstellen. Mal abgesehen der Fahrlässigkeit damit Auto zu fahren geschweige mit dem verletzten Arm ins Gym zu gehen.
      da gebe ich dir natürlich recht.ist mir auch unverständlich.
      aber schließen wir das besser ab. meine meinung ist, sie sollte zu hause bleiben. hilft dem arm und dem joberhalt.
    • Grundsätzlich gilt, dass krankgeschriebene Mitarbeiter sich gesundheitsfördernd verhalten müssen. Was das konkret bedeutet, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Wer erkältet ist, kann in der Regel trotzdem spazieren gehen, frische Luft tut schließlich gut. Sich zwei Stunden frierend in den Fanblock des Fußballclubs zu stellen, wäre dagegen wenig förderlich.
      So haben deutsche Gerichte im Einzelfall entschieden:
      Skiurlaub mit Hirnhautentzündung - geht gar nicht
      Ein krankgeschriebener Arbeitnehmer muss sich so verhalten, dass er schnell wieder gesund wird - dies hat das Bundesarbeitsgericht bereits 2006 festgestellt. Ein Angestellter war trotz Hirnhautentzündung in die Schweiz zum Skifahren gereist. Dort brach er sich beim Skikurs Schien- und Wadenbein. Die Richter entschieden, dass der Angestellte niemals auf die Piste gedurft hätte. Die fristlose Kündigung sei daher rechtens (AZ: 2a ZR 53/05). Der Gekündigte hätte es besser wissen müssen: Er arbeitete selbst als Gutachter für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen beim medizinischen Dienst der Krankenkassen.
      Fitnessstudio hilft bei der Genesung
      Wer pumpen geht, kann nicht allzu krank sein. Das dachte sich der Arbeitgeber eines Kfz-Prüfingenieurs, der trotz Grippe-Krankschreibung im Fitnessstudio gesichtet worden war. Der Angestellte, der in der Firma schon zuvor nicht gut gelitten war, erhielt die fristlose Kündigung. Doch das Landesarbeitsgericht Köln spielte nicht mit: Der Mann habe im Fitnessstudio lediglich leichtere Übungen gegen Nackenverspannungen ausgeführt. Diese seien dazu geeignet, die Genesung voranzubringen (AZ: 9 Sa 1581/10).
      Marathonlaufen mit gebrochener Schulter
      Sogar Leistungssport kann okay sein, solange er die Genesung nicht beeinträchtigt. Ein Lagerist hatte sich bei einem Fahrradunfall das linke Schulterblatt gebrochen und war daraufhin länger arbeitsunfähig. Zwölf Tage nach dem Unfall absolvierte der Leistungssportler einen 53-Kilometer-Lauf in Österreich, kurz darauf nahm er am Schwäbische-Alb-Marathon teil. Der Arbeitgeber erfuhr aus der Zeitung von den sportlichen Großtaten des arbeitsunfähigen Mitarbeiters und kündigte fristlos. Zu Unrecht, wie das Arbeitsgericht Stuttgart entschied (AZ: 9 Ca 475/06). Denn der Marathonläufer hatte sich von seinem Arzt bescheinigen lassen, dass die Läufe den Heilungsprozess nicht beeinträchtigten.
      Schwangere Frau hochgehoben - und gekündigt
      Manchmal reicht schon ein Foto auf Facebook für die fristlose Kündigung. Ein Lagerist war wegen eines Bandscheibenvorfalls krankgeschrieben, wollte aber seine Hochzeit nicht verschieben. Das wäre wohl noch durchgegangen, hätte er nicht auf Facebook Fotos veröffentlicht, auf denen er seine hochschwangere Frau durch ein Herz trägt, das in ein Laken geschnitten war. Ein Urteil wurde in der Sache allerdings nicht gesprochen, weil sich die Parteien außergerichtlich einigten (Az.: 3 Ca 1384/13).
      Schwarz arbeiten mit Krankschreibung
      Wer sich arbeitsunfähig gemeldet hat, sollte in der gleichen Zeit keine Aufträge für schwere körperliche Schwarzarbeit annehmen. Ein krankgeschriebener Metallarbeiter bot auf telefonische Anfrage hin an, bei Innenausbauarbeiten helfen zu können - Wände einreißen, Mauern und Malern. Dumm nur, dass der Auftrag von einem Lockvogel des Arbeitgebers kam. Die ohnehin bereits ausgesprochene betriebsbedingte Kündigung wurde in eine außerordentliche Kündigung umgewandelt (AZ: 6 Sa 1593/08).


      QUELLE: stern.de/wirtschaft/job/kuendi…bung-machen--5942188.html
    • So, heute morgen noch mal beim Arzt gewesen,meine rechte Hand und arm sind jetzt in Gips. Auf Grund der Bewegungseingeschränktheit und der Tatsache dass ich nicht mal eine Hantel halten kann werde ich nicht ins Studio gehen.. :(
      Ärgert mich sehr, aber kann man gerade nicht ändern. Wahrscheinlich werde ich aber Zuhause trainieren soweit es geht.
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