Training trotz Krankheit/Krankenschein eure Meinungen

    • Ich trainiere seit mehr als 18 Monaten im "Krankenschein".
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      Philipper 4.13

      When you push yourself to and past your previous preconceived limits on a daily basis, you learn something about your mind and soul that few in our modern time understand.
    • Ich zitiere mich mal selbst:


      Fitnessstudio hilft bei der Genesung

      Wer pumpen geht, kann nicht allzu krank sein. Das dachte sich der Arbeitgeber eines Kfz-Prüfingenieurs, der trotz Grippe-Krankschreibung im Fitnessstudio gesichtet worden war. Der Angestellte, der in der Firma schon zuvor nicht gut gelitten war, erhielt die fristlose Kündigung. Doch das Landesarbeitsgericht Köln spielte nicht mit: Der Mann habe im Fitnessstudio lediglich leichtere Übungen gegen Nackenverspannungen ausgeführt. Diese seien dazu geeignet, die Genesung voranzubringen (AZ: 9 Sa 1581/10).

      :D
    • Sorry , kann sowas nicht nachvollziehen . Wenn man Krankgeschrieben ist sollte man sich Auskurieren.

      Anders ist es bei Krankengymnastik oder ähnliches.

      Aber schwere Gewichte heben gehört da definitiv nicht dazu.

      Da verstehe ich die Arbeitgeber schon das die so reagieren.

      Was ich nicht ganz verstehen kann wie ein Gericht dem Arbeitnehmer auch noch Recht geben kann.

      Sowas ist für eine kleinere Firma ein enormer Kostenfaktor .

      Hinzu kommt noch wenn man einmal gekündigt wurde steht man immer auf der Blacklist und wird dann wegen jeder Kleinigkeit Abgemahnt.
      NAK MUAY THAI
    • enriche schrieb:

      Sorry , kann sowas nicht nachvollziehen . Wenn man Krankgeschrieben ist sollte man sich Auskurieren.

      Anders ist es bei Krankengymnastik oder ähnliches.

      Aber schwere Gewichte heben gehört da definitiv nicht dazu.

      Da verstehe ich die Arbeitgeber schon das die so reagieren.

      Was ich nicht ganz verstehen kann wie ein Gericht dem Arbeitnehmer auch noch Recht geben kann.

      Sowas ist für eine kleinere Firma ein enormer Kostenfaktor .

      Hinzu kommt noch wenn man einmal gekündigt wurde steht man immer auf der Blacklist und wird dann wegen jeder Kleinigkeit Abgemahnt.
      Da hasste normalerweise recht. Deshalb zitiere ich mich abermals(mit komplettem Text) selbst:

      Grundsätzlich gilt, dass krankgeschriebene Mitarbeiter sich gesundheitsfördernd verhalten müssen. Was das konkret bedeutet, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Wer erkältet ist, kann in der Regel trotzdem spazieren gehen, frische Luft tut schließlich gut. Sich zwei Stunden frierend in den Fanblock des Fußballclubs zu stellen, wäre dagegen wenig förderlich.
      So haben deutsche Gerichte im Einzelfall entschieden:

      Skiurlaub mit Hirnhautentzündung - geht gar nicht

      Ein krankgeschriebener Arbeitnehmer muss sich so verhalten, dass er schnell wieder gesund wird - dies hat das Bundesarbeitsgericht bereits 2006 festgestellt. Ein Angestellter war trotz Hirnhautentzündung in die Schweiz zum Skifahren gereist. Dort brach er sich beim Skikurs Schien- und Wadenbein. Die Richter entschieden, dass der Angestellte niemals auf die Piste gedurft hätte. Die fristlose Kündigung sei daher rechtens (AZ: 2a ZR 53/05). Der Gekündigte hätte es besser wissen müssen: Er arbeitete selbst als Gutachter für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen beim medizinischen Dienst der Krankenkassen.

      Fitnessstudio hilft bei der Genesung

      Wer pumpen geht, kann nicht allzu krank sein. Das dachte sich der Arbeitgeber eines Kfz-Prüfingenieurs, der trotz Grippe-Krankschreibung im Fitnessstudio gesichtet worden war. Der Angestellte, der in der Firma schon zuvor nicht gut gelitten war, erhielt die fristlose Kündigung. Doch das Landesarbeitsgericht Köln spielte nicht mit: Der Mann habe im Fitnessstudio lediglich leichtere Übungen gegen Nackenverspannungen ausgeführt. Diese seien dazu geeignet, die Genesung voranzubringen (AZ: 9 Sa 1581/10).

      Marathonlaufen mit gebrochener Schulter

      Sogar Leistungssport kann okay sein, solange er die Genesung nicht beeinträchtigt. Ein Lagerist hatte sich bei einem Fahrradunfall das linke Schulterblatt gebrochen und war daraufhin länger arbeitsunfähig. Zwölf Tage nach dem Unfall absolvierte der Leistungssportler einen 53-Kilometer-Lauf in Österreich, kurz darauf nahm er am Schwäbische-Alb-Marathon teil. Der Arbeitgeber erfuhr aus der Zeitung von den sportlichen Großtaten des arbeitsunfähigen Mitarbeiters und kündigte fristlos. Zu Unrecht, wie das Arbeitsgericht Stuttgart entschied (AZ: 9 Ca 475/06). Denn der Marathonläufer hatte sich von seinem Arzt bescheinigen lassen, dass die Läufe den Heilungsprozess nicht beeinträchtigten.

      Schwangere Frau hochgehoben - und gekündigt

      Manchmal reicht schon ein Foto auf Facebook für die fristlose Kündigung. Ein Lagerist war wegen eines Bandscheibenvorfalls krankgeschrieben, wollte aber seine Hochzeit nicht verschieben. Das wäre wohl noch durchgegangen, hätte er nicht auf Facebook Fotos veröffentlicht, auf denen er seine hochschwangere Frau durch ein Herz trägt, das in ein Laken geschnitten war. Ein Urteil wurde in der Sache allerdings nicht gesprochen, weil sich die Parteien außergerichtlich einigten (Az.: 3 Ca 1384/13).

      Schwarz arbeiten mit Krankschreibung

      Wer sich arbeitsunfähig gemeldet hat, sollte in der gleichen Zeit keine Aufträge für schwere körperliche Schwarzarbeit annehmen. Ein krankgeschriebener Metallarbeiter bot auf telefonische Anfrage hin an, bei Innenausbauarbeiten helfen zu können - Wände einreißen, Mauern und Malern. Dumm nur, dass der Auftrag von einem Lockvogel des Arbeitgebers kam. Die ohnehin bereits ausgesprochene betriebsbedingte Kündigung wurde in eine außerordentliche Kündigung umgewandelt (AZ: 6 Sa 1593/08).




      Sogar Leistungssport kann okay sein, solange er die Genesung nicht beeinträchtigt. Den Absatz finde ich besonders passend in unserem Fall.
    • @DarkTyr
      Du kannst noch 100x diese Einzelfall Beispiele von Google zitieren, es wird dadurch nicht unbedingt richtig.

      Es sind Einzelfall Entscheidungen die nicht bindend sind.

      Daher mit Vorsicht zu genießen. In der Firma in der ich tätig bin, gibt es einen null Toleranz Politik selbst von Seiten des Betriebsrates gegenüber solchen fällen.

      Das Endet zu 100% vor Gericht, und ist selbst bei gewinn des Prozesses, ist man "der Arsch der Truppe" oder denkst du in so einem fall gehst du die Karriereleiter noch steil hinauf. ;)
      FORTES FORTUNA ADIUVAT
    • Wer krank ist und trotzdem schwer trainieren geht riskiert viel! Es gab berichte von BBern die trotz Krankheit trainieren gingen, und bei einem kam dadurch eine Herzmuskelentzündung zustande die dann leider zum Tod des Athleten führte. Fakt ist dass es für den Körper eine riesen Belastung ist wenn man durch Krankheit schon angeschlagen ist und den Körper dann durch schweres Training noch zusätzlich belastet. Selbst ein Rühl trainierte nicht wenn er krank war und er als Topathlet verzichtete aufs Training und lebte aber davon. Und wer denkt dass er etwas aufbauen wird wenn er krank trainieren geht... der soll weiter träumen.