Anti-öströgene und Aromatasehemmer Teil 2

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    • Anti-öströgene und Aromatasehemmer Teil 2

      Kommen wir nun zu dem vieldiskutierten Thema „Aromatasehernmer”. Diese blockieren das so genannte Aromatase- Enzym, welches Androgene in Östrogene umwandelt. Einige Medikamente dieser Gruppe sind heutzutage dabei derart ausgereift, dass sie dies teilweise und dosisabhängig zu über 90 Prozent tun.

      Anastrozol (besser bekannt unter dem Markennamen „Arimidex” und von seinen Anwendern liebevoll „Rimi” genannt) ist einer dieser Wirkstoffe. Eigentlich zur unterstützenden Behandlung von Brustkrebs entwickelt, erfreut sich dieser Aromatasehernmer größter Beliebtheit bei Anabolika-Verwendern. Da die Halbwertzeit ca. 40-50 Stunden beträgt, ist eine Anwendung alle 2-3 Tage ausreichend. Interessant ist, dass Anastrozol bei einer Gabe von 1 mg den Östrogenspiegel um ca. 80% senken kann und dies wohlgemerkt bei einer Halbwertzeit von etwa 40-50 Stunden. Da wissenschaftliche Studien bezüglich der Anwendung im Bodybuilding nicht vorliegen, müssen Erfahrungswerte hinsichtlich der Dosierung herangezogen werden. Normalerweise wird eine Ana- strozolmenge von 0,25-1 mg jeden bis jeden dritten Tag eingenommen. Die Praxis hat gezeigt, dass 0,5-1mg jeden zweiten Tag bei injizierten Testosteron mengen von bis zu 750mg pro Woche ausreichen, um Feminisierungserscheinungen wie z. B. Fettspeicherung in den Problemzonen, Gynäkomastie und Ödeme zu unterdrücken. Der Schwarzmarktpreis von „Arimidex” liegt hei 5,00-7,00 Euro pro Tablette, Generika und Produkte von Untergrundlaboratorien sind für gewöhnlich um einiges günstiger.

      Ein weiterer interessanter Wirkstoff in dieser Reihe ist Letrozol (besser bekannt unter dem Markennamen „Femara”). Letrozol hat in etwa dieselbe Halbwertzeit, wirkt in gleicher Dosierung allerdings schwächer als Anastrozol. Es sind hier 2,5mg Letrozol vonnöten, um an die Wirkung von 1 mg Anastrozol heranzureichen. Da sich 2,5mg Letrozol und 1mg Anastrozol im Preis jedoch gleichen, ist diesem Unterschied keinerlei Gewicht beizumessen, Anastrozol weist jedoch einen Vorteil in Punkto Leberverträglichkeit auf, was ihn letzten Endes dann oftmals zum favorisierten Wirkstoff macht, gerade in Verbindung mit 17-alpha-alkylierten oralen Steroiden wie Metandienon oder Stanozolol.

      Exemestan („Aromasin”) ist zweifelsohne der Gewinner im direkten Vergleich der Aromatasehemmer. Exemestan verringert nicht nur die Aktivität des Aromatase-Enzyms, sondern deaktiviert dieses direkt. Eine tägliche Gabe von 25mg reduziert den Östrogenspiegel um rund 98%. Dieser Wert kann 5-7 Tage aufrechterhalten werden, so dass die Einnahme einer halben bis ganzen Tabletten im Abstand von 2-3 Tagen vollkommen ausreicht, um Testosteronrnengen von bis zu 750mg pro Woche am Aromatisieren zu hindern. Da sich 25mg Exemestan; 2,5mg Letrozol und 1mg Anastrozol preislich gleichen, finden wir hier mit Exemestan den Wirkstoff Nummer Eins im Kampf gegen Feminisierungserscheinungen vor.

      Schon seit längerem bekannt ist der unter dem Handelsnamen „Orimeten” vertriebene Wirkstoff Aminogluthe- thimid. Einst gegen das Cushing-Syndrom entwickelt, weist er auch eine starke östrogenhemmende Wirkung auf. Wettkampfathleten benutzten Aminogluthethimid als Kortisolblocker während einer Diät, was sich allerdings als nicht vorteilhaft erwies, da der Wirkstoff in der dazu benötigten Menge starke Nebenwirkungen aufweist. Um von der korti- solhemmenden Wirkung zu profitieren, sind mindestens 1000mg pro Tag vonnöten, während bereits 250-500mg/Tag die Wirkung des Aromataseenzyms signifikant reduzieren.

      Wer die chemische Keule meiden will, hat bei wöchentlichen Testosteronrnengen von bis zu 50Q-750mg im Spurenelement Zink einen potenten Helfer. Zink wird zwar häufig als Aromatasehemmer bezeichnet, jedoch sollte dies in Anführungsstriche gesetzt werden, da es nicht direkt mit dem Aro- matase-Enzym interagiert. Exogen zugeführtes Testosteron plündert die Zinkspeicher und dies steht in direktem Zusammenhang mit einer gesteigerten Aromatasetätigkeit. Wird in diesem Stadium mit Zink suppiementiert, sinkt die Aromatase- aktivität, was zu weniger östrogenbedingten Nebenwirkungen führt. Praktische Erfahrungen haben gezeigt, dass 150rng Zink pro Tag östrogenbedingte Nebenwirkungen von moderaten Testosteronkuren durchaus abschwächen können.

      Allerdings gilt dabei zu beachten, dass Zink im Körper gespeichert wird und diesem Kupfer entzieht. Daher sollte die Anwendung die Kur- und Absetzdauer nicht überschreiten. Beim Kauf sollte auf die Bindung des Zinks geachtet werden. Zink-Chelat, eine Aminosäureverbindung, kann der Körper am besten aufnehmen. Im Vergleich zu den erwähnten Aromatashemmern ist Zink geradezu billig und bei einer milden Kur daher vorzuziehen.

      Testolacton ist ein weiterer Aromatasehemmer, der heutzutage jedoch keinerlei Rolle mehr spielt. Der Grund hierfür dürfte klar in der hohen Dosierung liegen, die für eine Wirkung vonnöten ist, aber auch am sehr hohen Preis von bis zu 17,50 Euro pro Tagesdosierung.

      Wer das Östrogen beinahe komplett ausschalten möchte, dem wird des Öfteren die Kombination eines Aromatasehemmers mit einem Östrogenrezeptoren-Blocker empfohlen. Eine solche Vorgehensweise macht allerdings nur bedingt Sinn, da Rezeptorenblocker keine nennenswerte Wirkung auf das Fettgewebe ausüben und eine Fett- und Wasserspeicherung somit nicht verhindern können.

      Fazit: Die Einsatzgebiete von Östrogenrezeptoren-Blockern und Aromatasehemmern sind klar definitiert: Zur Prävention bzw. Behandlung von Gynäkomastie und als Teil einer Post-Cyde- Therapie machen Östrogenrezeptoren-Blocker durchaus Sinn, ebenso, um erhöhte Blutfettwerte in den Griff zu bekommen. Aromatasehemmer sollten ausschließlich während Diäten zum Einsatz kommen, wenn es wirklich darum geht, alle Faktoren zu eliminieren, die den Fettabbau behindern könnten. Akzeptabel ist der Einsatz, wenn ein Anwender übermäßig sensibel auf aromatisierende Steroide reagiert und darunter leidet. Allerdings sollte hier, genauso wie beim Aufbau, Wert darauf gelegt werden, das Östrogen lediglich zu senken, nicht komplett auszuschalten. Nicht vergessen werden sollte, dass es beim Aufbau nützliche Dienste erweist, da es leicht anabol wirkt und zudem die durch den Einsatz von Anabolika ohnehin stark strapazierten Blutfettweite in gesunde Bereiche lenkt.
    • Wie sind Eure Erfahrungen mit Aromasin, bzw. ab welcher Dosierung wie viel von dem AI?
      In der Packungsbeilage von meinen Aromasin steht das man die Tabletten nicht teilen soll weil sonst der Wirkstoff zerstört wird bis er komplett vom Körper aufgenommen wird. Ich selbst teile die Dinger immer auf 12,5mg soll aber auch welche geben die das auf 6,25mg teilen, wie soll das eigentlich gehen die Dinger sind ja winzig klein.

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    • Kommt auf Test Dossierung an.

      finde 25mg e3d gut als Richtwert aber musst halt über Blutbild gucken.

      Würdemit Östradiol nie über Referenz gehen, im Aufbau knapp untermaximal Wert und in der Defi knapp über minimal Wert.


      Selbstbei ner Testotherapie wo es nur drum geht den Wert im Norm zu haltenkommt oft die NW Brustwachstum vor (Steht auch im Beipackzettel),deshalb wird sogar schon bei ner TRT ein Al verwendet.
      Einnormaler Östrogenwert von Männern liegt bei 20 bis Max 30, auchwenn der Norm bei 55 ist, treten NW wie Brustwachstum schon bei ca 45auf.
      Heißtmein Ziel ist es meinen Östrogenwert bei 20 bis 25 zu halten.
      Allerdingsmuss man aufpassen, denn wenn man zu viel Östrogen drückt, baut manauch nicht mehr auf.
    • hellfire schrieb:

      Was jetzt mich mal interessieren würde wären die NW's.
      Es soll ja angeblich die Knochen angreifen somit zu vermehrten Knochenbrüchen kommen.
      Ab wann kann man damit rechnen?
      Bzw. bei welcher Dosierung und Zeitraum können die NW's auftreten.

      Wie willst dir Knochen brechen ?
      Die Brechen ja nicht aus heiterem Himmel.

      Höre sowas aber auch zum ersten mal.



      @lodl ja diese A1 Pharma hatte ich auch kam mir aber zu unseriös vom namen rüber darum dann auf Ratio gewechselt haha