GW-501516

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    • Keine PCT, warum auch.
      Nach allem was ich gelesen habe könnte man es im paar Wochen on/paar wochen off Schema dauerhaft suppen.
      Vorausgesetzt du bekommst genau diesen Wirkstoff.
      Was aber bei so Research Chemicals immer ein Risiko darstellt, weil keine Apo-Ware verfügbar ist und du nicht genau weißt, was, wie viel usw. in deinen Supps drin ist.
    • Achso vergessen, was evtl. noch gegen einen Dauergebrauch spricht, ist das es verschiedene Meinung bzgl. GW und Muskelaufbau gibt, die einen sagen es hemmt die Proteinsynthese, die anderen feiern es da es auch in Zeiten erhöhter Kcal. Aufnahme hilft nicht so sehr Fett anzusetzen.

      Ich persönlich habe den Eindruck es hemmt den Aufbau und würde es nur für die Diät oder Blutfettwerte nutzen.
    • @ Lodl hab vorher die SuFu benutzt und gefunden :D

      Da auf deutschsprachigen Boards das Thema zu Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren (PPAR) noch relativ unbekannt ist, möchte ich darauf eingehen: im Speziellen auf das PPARδ "GW501516".
      Wie potentielle Interessenten zu dieser Substanz feststellen konnten, wird diese auf englischsprachigen Boards extrem gepusht. Mitunter ein Grund, da diese gesponsert werden und die Mods aggressiv Werbung machen.

      1. Was ist ein Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptor (PPAR)?
      Wikipedia beschreibt diese in einem komplizierten Satz:

      Was bedeutet diesnun? Im Prinzip sind diese PPARs Transmitter zwischen dem Glukose- und Lipidstoffwechsel (1). Sie stellen bei einem - dramatisch formuliert - Glukoseausfall Fettsäuren aus dem Fettgewebe als Energiequelle zur Verfügung (1). Nun kann man mit diversen Mitteln auf die Proliferation Einfluss nehmen.



      Diese Grafik beschreibt das Aktivierungsschema der verschiedenen PPAR-Subtypen.

      2. Verschiedene Arten von PPAR
      Es gibt drei unterschiedliche PPAR-Typen:

      2.1 PPARα (alpha)
      Diese Variante kommt beim Menschen in Leber, Niere, Herz, Endothel, Skelettmuskel, Retina, Darm, Lunge, Pankreas und Fettgewebe (2) vor.
      PPAR-alpha ist als Transmitter von Genen, die den Lipidstoffwechsel regulieren und Apoproteine (Konrolle des Cholesterinspiegels)
      bereitstellen, verantwortlich (1). Die Aktivierung dieser Profilaratoren hat in erstel Linie Effekte auf die Blutfettwerte:
      Triglyceride werden reduziert, Aufnahme freier Fettsäuren gesteigert, die Fettsäureoxidation erhöht und die HDL-Werte erhöht bei einer
      gleichzeitigen Senkung des LDL-Spiegels.

      2.2 PPARβ/δ (beta/delta)
      Die beta- und delta-Typen sind in praktisch in sämtlichen Organen des Menschen verbreitet. Die PPARβ/δ haben Einfluss auf Entzündungen,
      Wundheilungsprozesse und den Lipidstoffwechsel (1). In Tierversuchen an adipösen Tieren hatte die Aktivierung dieser PPAR eine Reduktion des Körpergewichts ausgelöst.

      2.3 PPARγ (gamma)
      Die Aktivierung dieses Typs hat Auswirkungen auf den Glukosestoffwechsel sowie auf die Insulinsensitivität. Die Aufnahme freier Fettsäuren wird erhöht. Zudem konnte ein Zusammenhang zwischen der Aktivierung dieses Types und einer Reduktion eines Artherosklerose-Risikos aufgezeigt werden.

      3. Wirkungsmechanismus
      Auf eine umfassende Erläuterung des Wirkungsmechanismus wird hier verzichtet. Einfach ausgedrückt und für unsere Interesse entsprechend:
      wie viele Rezeptoren oder Hormone kann auch hier mit diversen Mitteln manipuliert, aktiviert oder unterdrückt werden.


      4. Rezeptor Agonisten
      Nach dem aktuellen Wissensstand gibt es zur Zeit fünf solcher Agonisten, die mehr oder minder erforscht sind. Diese wären: GW501516, GW9662, T0070907, GW0742 und GSK3787. Wie kurz zu Beginn erwähnt, wird Hauptaugenmerk auf das erstgenannte liegen. Angaben zu den übrigen werden nicht gemacht.

      5. GW501516 und die WADA
      Diese Substanz ist in aller Munde: seit die World Anti-Doping Agency (WADA) von diesem Mittel gewarnt hat, hat die Popularität zum GW rapide zugenommen.
      Nun, was steckt hinter dieser Warnung?

      6. Hintergrund zum GW501516
      Andere Synonyme dafür sind GW501, GW516, GW1516 oder Endurobol (es gibt noch andere Bezeichnungen, welche aber von U-Labs als Produktname vergeben wurden). Dieses ist oral aktiv und ist ein PPARδ Agonist. GW501516 wurde von der WADA als Gendoping klassifiziert.

      Ursprünglich wurde dieses Mittel gegen Fettleibigkeit, Diabetes, Dyslipidämie und cardiovaskuläre Krankheiten entwickelt. 1992 haben GlaxoSmithKline und Ligand Pharmaceuticals diese Substanz erstmals erforscht. Sie haben
      interessantes entdeckt und in einer Studie (3) festgehalten: GW501516 hatte äusserst interessante Effekte auf die Ausdauer. Labormäuse hatten fast eine doppelt so lange Ausdauer als ihre nicht-gedopten Artgenossen.

      Weitere, sehr potente Funktionen waren die Regulation des Fettstoffwechsels, die Glukoseaufnahme in die Skelettmuskulatur und eine Steigerung der Muskelmasse (4). Der Körper bevorzugt unter der Aktivierung durch GW501516 eine Fettverbrennung, anstelle die Verwendung von Kohlenhydraten und Muskelprotein.

      Weiter, konnten anhand klinischer Untersuchungen festgehalten werden, dass die Möglichkeit bestand, Fett zu verlieren, ohne eine katabole Wirkung zu fahren. Besonders Clenbuterol oder T3 haben eine relativ starke katabole Auswirkung während einer Diät. Unter GW501516 ist dieser besonders interessante Faktor nicht gegeben.

      Darüberhinaus konnte eine leichte Zunahme an Muskelmasse beobachtet werden, welche trotz bei Mäusen unter der Bedingung einer High-Fat-Diet gegeben ist.

      7. Sicherheitsbedenken und Studien
      Zu dieser Substanz wurden viele tierische als auch menschliche Studien durchgeführt. Wenden wir uns zunächst klinischen Studien am Menschen.

      7.1 Studien am Menschen
      GSK hatte eine Phase I und II Studie am Menschen vorgenommen (5). Diese wurde erstmals im Dezember 2004 durchgeführt. Titel der Studie war:

      Rahmenbedingungen:
      Männliche, 18-55 Jahre alte, gesunde Personen
      Laufzeit: 12 Wochen
      Dosierung: 10mg von GW501516


      Erkenntnisse:

      Es gab eine parallele Phase I Studie, aber mit dem Hauptaugenmerk auf die Auswirkungen auf Engergymanagement und auf das Herz. Die Probanden wurden mit dem MRI überwacht. Hier wurden männliche, 18-40 jährige, gesunde Personen beobachtet.


      GKS hatte weitere, klinische Studien
      abgebrochen, nachdem gravierende Resultate an Tierversuchen
      herausgekommen sind. Auf diese wird später eingegangen. Der
      Vollständigkeit halber, wird noch auf eine weitere klinische Studie
      hingewiesen.

      Im Feburar 2009 hatte die University of Western Australia eine Phase IV Studie vollendet. Dabei war Studientitel:

      Rahmenbedingungen:
      Diverse Kriterien wie:

      Männliche Personen, 18-65 Jahre alt
      Dosierung: 2.5mg/Tag

      Es wurde bestätigt, dass GW501515 eine stark HDL-steigende und eine LDL-senkende Wirkung hatte.

      7.2 Studien mit Ratten
      Dabei wurde eine GW bedingte Auswirkung auf Tumorwachstum untersucht (6).


      Rahmenbedingungen:
      Laufzeit: 104 Wochen (2 Jahre)
      Männliche Ratten: 0, 5, 15, 30mg/kg/Tag für die ersten 6 Wochen der Studie
      Männliche Ratten: 0, 5, 20, 40mg/kg/Tag für die restlichen 98 Wochen der Studie
      Weibliche Ratten: 0, 3, 10, 20mg/kg/Tag für die komplette Laufzeit

      Erkenntnisse:
      Bei sämtlichen Dosen wurde ein karzinogener Effekt beobachtet. Dabei reichten die Tumorarten von Leber-, Blasen-, Zungen-, Bauch-, Haut- und Uteruskrebs. Einige sonst anzutreffende Tumortypen wurden nicht entdeckt. Um welche es sich handelt, wird in der Studie nicht erwähnt.

      7.3 Studien mit Mäusen
      Gleiche Frage - die karziogene Auswirkung von GW501516 auf Ratten - wurde für Mäuse angewendet (7).

      Rahmenbedinungen:
      Laufzeit: 104 Wochen (2 Jahre)
      Dosierung: 0, 10, 30, 60, 80mg/kg/Tag

      Erkenntnisse:
      Die Chance, nicht an Krebs zu erkranken, sank ab einer Dosierung von über 30mg/kg/Tag. Dabei wurden ebenfalls Turmoren in Bauch, Leber oder multiple Krebserkrankung entdeckt.

      7.4 Zwischenfazit
      Unschwer erkennbar, wurden an Tieren gravierende Resultate festgestellt, während an Menschen und an Rhesusaffen - zu der ich noch eine Studie nachreichen werde - seltsamerweise keine solche karzinogene Veränderungen aufgetreten sind. Werden nun die Rahmenbedingungen verglichen so kann man folgendes feststellen:

      Ratten und Mäusen wurde GW501516 über 104 Wochen verabreicht, während die längste Dauer der klinischen Studie beim Menschen gerade mal 12 Wochen betrug.
      - Die Dosierung an Ratten und Mäusen betrugen das Vielfache der Einnahmedosis am Menschen.
      Zur Erinnerung:
      Die tiefste Dosierung an Ratten betrug 3mg/kg/Tag, die höchste 40mg/kg/Tag. Rechnet man das auf einen 80kg schweren Menschen um, so würde dies über eine Einnahmezeit von 104 Wochen 39mg/Tag respektive 519mg/Tag betragen. Vergleicht man Mäuse, die trotz höherer
      Dosierung zu einer statistisch gesehen geringeren Tumorentwicklung neigten, so würde dies auf den selben Menschen umgerechnet 130mg/Tag bis 1'038mg/Tag betragen.
      - Die Dosis an einem gesunden Menschen betrug
      10mg/Tag, während in der Phase IV angeschlagenen Menschen 2.5mg/Tag verabreicht wurde.

      Vergleicht man nun die totale verabreichte Dosis und wendet sie auf ein Gewicht von 80kg um, beträgt sie:
      - bei der Ratte zwischen 28.4gramm und 377.8gramm (über 104 Wochen) [auf 12 Wochen runtergebrochen: 3.3 - 43.6gramm]
      - bei der Maus zwischen 96.64gramm und 7'556.64gramm (über 104 Wochen) [auf 12 Wochen runtergebrochen: 11.15 - 871.92gramm]
      - beim Menschen zwischen 210mg und 840mg (über 12 Wochen)

      Diesen enorme Unterschied sollte man sich durch den Kopf gehen lassen.

      7.5 Abbruch der Studien am Menschen
      Durch die Erkenntnisse an Tierversuchen war es ethisch und moralisch nicht vertretbar, weitere Studien am Menschen durchzuführen. Zu gross ist das Risiko - aus gesundheitlichem und vor allem auch rechtlichen Aspekt - weitere Untersuchungen durchzuführen.

      7.6 Communiqué der WADA
      Angesichts der Tatsache, das besonders in den letzten Jahren die Diskussionen und der Erfahrungsaustausch zu GW501516 zunahmen und bezogen auf dem letzten Teil des obigen Zitates, begründet die WADA den seltenen Schritt, vor allem Ausdauerathleten vor der Substanz zu warnen, wie folgt:

      Besonders interessant ist folgendes Zitat:
      Der russische Radsportler Valery Kaikov wurde im Übrigen als erster GW501516 Anwender positiv getestet.(8) Er sollte nicht alleine bleiben,
      zahlreiche, vor allem im Fahrradsport, Fahrer wurden positiv auf die Substanz GW getestet.

      7.7 Zusammenfassung der Human Trials
      Gerne würde ich in der letzten Sektion die verschiedenen Studien am Menschen zusammenfassen:
      - Phase I: http://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/ ... 516&rank=3
      - Phase II: http://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/ ... 516&rank=1
      - Phase Iv: http://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/ ... 516&rank=4
      - Nachweis von GW501516 im Urin zwecks Doping-Nachweis: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1 ... 34A.d03t03
      - Diverse Untersuchungen (Triglyceride, HDL-Wert): atvb.ahajournals.org/content/27/2/359.long
      - Diverse Untersuchungen (Fettoxidation, etc.): http://diabetes.diabetesjournals.org/co ... 2/332.long
      - Weitere Untersuchungen zu PPAR: http://clinicaltrials.gov/ct2/results?t ... &recr=Open

      Studienfundierte Zusammenfassenung zu GW501516:

      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Literatur:
      (1): http://edoc.ub.uni-muenchen.de/11704/1/ ... Mehmet.pdf
      (2): Auboeuf D, Rieusset J, Fajas L, Vallier P, Frering V, Riou JP, Staels B, Auwerx J, Laville M,
      Vidal H. Tissue Distribution and quantification of the expression of mRNAs of peroxisome
      proliferator-aktivated receptors and liver X receptor – alpha in humans. Diabetes. 1997; 46: 1319
      – 1327
      (3): http://www.plosbiology.org/article/info ... io.0020294
      (4): http://theconversation.com/anti-doping- ... obol-12997
      (5): http://www.gsk-clinicalstudyregister.co ... d=Gw501516
      (6): toxicology.org/AI/Pub/Tox/2009Tox.pdf unter Punkt 895
      (7): toxicology.org/AI/Pub/Tox/2009Tox.pdf unter Punkt 896
      (8): http://uk.reuters.com/article/2013/04/1 ... GU20130411
    • 8. GW501516 und die Fettsäure-Oxidation
      Aus dem ersten Beitrag konnte entnommen werden, dass die PPAR Transmitter zwischen dem Glukose- und Lipidstoffwechsel sind, welche unter anderem - wie vieles andere auch - mit Pharmazeutika beeinflussbar sind. Nun könnte man als Wissenschaftler versuchen, die Fettsäureoxidation zu erhöhen.

      Wie an Tierversuchen festgestellt, wurden Mäuse, die unter einer Fett-Diät gehalten wurden, weniger fett als solche, die die Substanz GW501516 erhalten haben. Diese Eigenschaft hat man auch am Menschen untersuchen lassen.

      8.1 Human Trial bezüglich "Reversal of Multiple Metabolic Abnormalites, Reduce Oxidative Stress and Increase of Fatty Acid Oxidation"(9)
      Rahmenbedingungen:
      Verabreichte Substanzen: Entweder GW501516 (10mg/ed), GW590735 (20µg/ed) oder ein Placebo (demnach drei parallele Gruppen)

      Beobachtungsperiode: 2 Wochen
      Testsubjekte:
      pro Gruppe sechs gesunde, übergewichtige Männer
      18-50 Jahre
      BMI über 27kg/m2
      Triglyceridwerte von 100-350mg/dl
      HDL-Wert von unter 50mg/dl
      (weitere Kriterien zu den Testsubjekten sind der Studie zu entnehmen)

      Hauptursachen
      für Stoffwechselstörungen sind die Triglyceride. Erhöhte Werte weisen
      auf eine Fettstoffwechselstörung, Übergewicht oder Nierenerkrankungen
      hin. Dies bedeutet, dass das Fett beispielsweise nicht richtig
      "gelagert" wird, sondern im "skeletal muscle", in der Leber und anderen
      Organen gespeichert wird (9). Eine solche Störung hat immense
      Auswirkungen auf den Körper.
      Zudem haben erhöhte Triglycerid-Werte
      ebenfalls einen Zusammenhang mit Bildungen von Thrombosen oder
      Arteriosklerose, vor allem, wenn der Cholesterinspiegel ebenfalls erhöht
      ist.

      8.1.1 Forschungsdesign und Methodik
      Wie erwähnt, werden zwei verschiedene PPAR auf ihren Nutzen erforscht. Die Dosierungen basieren auf vorhergehende Tieruntersuchungen wie an Hunden, Nagetiere und Menschen. Konzentrieren wir uns auf das GW501516, so wurde in der Studie eine "maximal safe dose" von 10mg/ed festgelegt.

      Interessanterweise wurde in einer Pilotstudie dem GW501516 einen bemerkenswerten Nutzen bei bereits 2.5mg festgestellt:

      Die Testsubjekte hatten pro Woche mindestens 3h Sport zu treiben.

      Nach welchem Schema die Testsubjekte getestet wurden, oder mit welchen Apparaten sie überprüft wurden, lasse ich hier aus. Gerne kann für
      Interessenten die Studie (9) aufgerufen werden.

      8.1.2 Resultate
      Es wurden keine signifikanten Veränderungen der drei Gruppen entdeckt - und zwar nach der Gruppenerstellung und nicht etwa nach der Studie. Zu dieser kommen wir später. Die Triglyceride, Blutdruck, totales Cholesterin, etc. sind ziemlich ausgeglichen. Weiterhin wurden keine grossen Unterschiede im Zusammenhang mit den Leberwerten ALT und AST entdeckt.

      Sehr interessant ist die Veränderung der Werte nach der zweiwöchigen Studie. Das totale und das LDL-Cholesterol hat sich um 20% respektive um 23% verringert. Das HDL hatte eine schwache Zunahme von 0.003mmol/l+/-0.07mmol/l. Trotzdem hat sich das Gesamtverhältnis HDL/LDL
      deutlich verbessert, und zwar zum positiven Wert. Lustigerweise hat sich das Gamma-GT ebenfalls reduziert (und zwar 23% vom ursprünglichen Wert), was sehr gut ist. Der AST-Wert blieb mit 0U/l+/-4U/l unverändert. Der ALT-Wert hat sich ebenfalls stark
      reduziert: und zwar um -13+/-3 U/l. Das haben wohl auch die Wissenschaftler gefunden:

      Die Veränderung des Insulins ist ebenfalls in zweiten Tabelle sichtbar. Diese Veränderung bedeutet, dass die Insulinresistenz abgenommen hat.

      Ersichtlich ist, dass unter der Einnahme von GW501516 der Fettanteil an der Leber deutlich zurückgegangen ist, was eine Verminderung der Leberbelastung bedeutet.

      Es wurde eine positive Korrelation zwischen der Veränderung des Gamma-GTs und der Veränderung des Fettanteils der Leber
      evaluiert (r=0.72). [Dies bedeutet, sollte der Gamma-GT-Wert steigen, steigen auch die Fettleberwerte. Sinkt der Gamma-GT, sinkt auch
      der Fettanteil der Leber; r=1 bedeutet eine absolute positive Korrelation, wohingegen r=0 keinen Zusammenhang bedeuten würde und r=-1
      eine negative Korrelation -> entgegengesetzte Veränderung => steigt der Gamma-GT, sinkt der Fettanteil der Leber und umgekehrt]

      Zudem wurde ebenfalls ein Zusammenhang zwischen dem Triglycerid-Wert und der Fettleber bestätigt, was uns aber nicht verwundert, da wir das ja unter Punkt 8.1 erfahren haben (r=0.75).

      Was den Fettabbau des Körpers anbelangt: Die Testsubjekte haben keinen Gewichtsveränderung erlebt ausser die GW501516-Gruppe. Diese hat im Schnitt 1.7kg+/-0.7kg in 2 Wochen abgenommen.

      8.1.3 Studienfundierte Zusammenfassung
      Die Studie wurde anhand 18 übergewichtigen Personen mit einem BMI von über 27kg/m2 durchgeführt. Die Einnahme von GW501516 über zwei Wochen hat eine deutliche Änderung bewirkt. Die Leberbelastung konnte durch den Fettverlust reduziert werden, der LDL-Wert konnte gesenkt werden - und somit das Verhältnis zu HDL/LDL verbessert werden. Die Kandidaten konnten 1.7kg+/-0.7kg Fettverlust verzeichnen.
      Das Eingreifen mit dem PPAR GW501516 in die Transmitter hat seine Wirkung gezeigt. Das Medikament war gut verträglich, lediglich eine Person hat nach der ersten Einnahme einen Hautausschlag erlitten welches während der Beobachtungsperiode nicht mehr vorgekommen ist.
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      Literatur:
      (9): http://diabetes.diabetesjournals.org/co ... 2.full.pdf
    • 9. PPARδ und COX-2
      In diesem Kapitel untersuchen wir den Zusammenhang von PPARδ und des Enzyms Cyclooxygenase-2 (COX-2), welcher sicherlich nicht von
      irrelevanter Bedeutung ist. Wie unter den Tierstudien zu lesen ist, haben Mäuse mit hoher Wahrscheinlichkeit und Ratten mit fast 100%
      Wahrscheinlichkeit im Verlauf der zweijährigen Studien Tumore entwickelt. Weshalb Menschen und Rhesusaffen keine Karzinome entwickelt
      haben, versuche ich mit dem Wirkungsmechanismus zwischen PPARδ und COX-2 darzustellen.

      9.1 Was ist das Enzym COX-2?
      Kernaussage ist, dass das Enzym hauptsächlich für Schmerz und Entzündungen im Körper verantwortlich ist. In diesem Paper (10) wird sehr gut die Position und Aufgabenstellung erklärt, die das Enzym innehat.

      9.2 Untersuchungen von PPARδ auf das Enzym
      In folgenden zwei Studien wurde GW501516 an Zellkulturen angewandt. Bei sämtlichen Leberzellkulturen handelte es sich um induzierte Krebszellen.

      In dieser Studie (11) wurde gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen einer Erhöhung des COX-2 und einem Tumorwachstum besteht. So wurde im Speziellen die Auswirkung von GW501516 auf "human hepatocellular carcinoma", also auf Lebertumoren untersucht.
      Eine Aktivierung des PPARδ durch das GW501516 hat offenbar einen Zusammenhang auf eine Erhöhung des COX-2 Enzyms:

      (HCC bedeutet hier hepatocellular carcinoma)

      Eine weitere Studie (12) hatte selbes Ziel: einen Zusammenhang zwischen GW501516 und einem Wachstum bestehender Leberzelltumoren zu forschen. Folgend erklärt die Studie das Forschungsergebnis:

      Folgend Fig. 6:


      Zusammenfassend kann man also sagen, dass bei bestehendem Leberturmor der Wachstum durch GW501516 weiter gefördert wird.

      9.3 COX-2 Inhibitoren
      Aufgrund einer generellen starken Vermehrung von COX-2 in Tumorzellen, versucht man Tumorerkrankungen in den Griff zu bekommen, indem Patienten COX-2 Inhibitoren verabreicht werden.

      Im übrigen ist nicht klar, ob COX-2 Inhibitoren bei einem Langzeitgebrauch einen physiologischen Effekt auf das Gehirn haben. Schliesslich hat dieses Enzym auch seine Vorteile: zum Beispiel die Schmerzreizverarbeitung im Rückenmark.

      Es gibt einige chemisch-basierende Inhibitoren (Markennamen: Celebrex, Lodine, Vioxx, Bextra, Arcoxia und Prexige),
      welche nicht ohne Nebenwirkungen sind. Neben den chemischen gibt es ebenfalls pflanzliche, zu welchen eine Studie durchgeführt wurde (13).

      170 pflanzliche Kräuter wurden als COX-2 Inhibitor analysiert. Dabei wurden Kulturen aus Mäusezellen verwendet. Die Autoren sind auf folgendes Fazit gekommen:
      Demnach hat zum Beispiel das bekannte Kraut Tribulus terrestis positive Auswirkungen auf die COX-2 Hemmung um über 80%.

      9.4 Studienfundierte Zusammenfassung
      Anhand krebsbefallenen Leberzellkulturen des Menschen wurde bestätigt, dass eine Gabe von GW501516 bestehende Tumore weiter wachsen lässt und somit nicht gerade förderlich ist. Weiter besteht die Erkenntnis, dass Tribulus als Wachstumshemmer von bestehenden Tumoren durchaus geeignet ist.

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      Literatur:
      (10): pharmrev.aspetjournals.org/content/56/3/387.full
      (11): ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12901877
      (12): http://cancerres.aacrjournals.org/conte ... 11859.long
      (13): http://www.unboundmedicine.com/medline/ ... age_cells_
    • 10. Stacken von GW501516 mit AAS
      In den obigen Beiträgen haben wir uns mit den grundlegenden Dingen zu PPAR resp. zu GW501516 befasst. Nun kennen wir die Wirkung, potentielle Nebenwirkungen und den Nutzen aus GW.

      Wie kann man GW-501516 einsetzten? Wie Vielfältig ist diese Substanz? Einerseits lässt sich GW alleine ohne mitverwenden anderer Mittel gebrauchen. Als stand-alone ist es sicherlich für Ausdauersportler, Biker, Schwimmer, Jogger etc. etc. geeignet. Schliesslich ist dies die Zielgruppe für eine Performancesteigerung.

      Für "unsere" Zwecke lässt sich GW für drei Szenarien einsetzen:

      - Unterstützung des Cutting-Cycle
      - Unterstützung des Bulking-Cycle
      - Unterstützer, um Nebenwirkungen aus anderen Mitteln zu eliminieren

      10.1 Das Cutten mit GW
      GW nerhöht die Ausdauer und die Fettverbrennung. Sicher eine deutlich gesündere Alternative als Substanzen wie Clenbuterol oder dem bekannten Toxin 2,4-Dinitrophenol.
      Interessante Kombinationen wären mit:
      ECY-Stack / T3 / T4 / Testosteron Propionat / Stanozolol / Trenbolon Acetat

      10.2 Das Bulken mit GW
      Da GW den Fettstoffwechsel erhöht, sicher ebenfalls für eine Recomp interessant. Doch wie sieht es in der Massephase aus? Durch die erhöhte
      Ausdauer lassen sich Sätze verkürzen und das Training nochmals intensivieren.

      10.3 Nebenwirkungen von anderen Substanzen verringern
      Vorhin den Wirkstoff Stanozolol angesprochen. Interessenten dürfte dieses AAS in Cutting-Cycles sehr interessant sein.
      Bekannt sind aber auch die extreme Verschlechterung der Blutfettwerte. Da GW - aus den Studien bekannt - gerade diese Werte verbessert, scheint eine Kombination von GW-501516 und Winstrol nicht undenkbar.

      Weiter dürfte noch ein GW-Trenbolon Stack sein. Die bekannte (Neben-)Wirkung von Trenbolon ist die bekanntlich schlechte Ausdauer und der
      Blutfettwerte. Was schwitzen und schnauben Tren-Anwender, wenn sie schon nur ein Stockwerk die Treppe hinauf gehen müssen.
      Ich will darauf hinaus, dass durch die gesteigerte Ausdauer eine Tren-Kur sich wesentlich angenehmer (und dem Cholesterinspiegel gegenüber gesünder) gestaltet. Es gibt sicher einige interessante Kombinationen mit AAS und GW, die hier nicht erwähnt wurden.
    • I am actually doing research on this compound and AICAR, and know the other people that have done research on gw501516.

      The study you refer too was outdated. It was believed that it formed polyps in the colon and could cause colon cancer, the pathway was studied as it acts as a popular cholesterol medicine attacking a paar-gamma receptor. However its mechanism of action is still not fully understood.

      The drug has been admister as high as 10 mg per g per body weight in genetically obese mice, obese mice, mice following a obese diet, people. In mice it did not affect insulin in genetically obese mice (we inject them as babies so their brain cannot develop a certain area that controls weight), but it did affect obese and diet induced obese mice.

      In people 10 mg a day was found to reverse the metabolic syndrome (it did the job of 4 medicines).

      After we give the mice the medicine for 12+ weeks in a row I killed them, and examine colon, made their liver into a pulp, brown fat and white fat (iBAT and eWAT) and examine it for differences and markers. There no traces of cancer, but a clear decrease in fat and LDH, and 40 % increase in HDL.

      Is this definite proof... no, but this medicine has "medical" potential maybe not for BB industry for certainly for people suffering with the compound of the metabolic syndrome.

      I've work my ass off so that drug companies come back and re test them. The funny thing is they are ok investigating a drug that reduces cholesterol but has 3 more sides effects vs this one that could "cure" it alltogether. So maybe, just maybe glaxo smith is looking out for glaxo smith profits, and not you and me.

      My actual mice... are cancer free...too bad I still have to kill them.
      Denkt mal haarscharf nach.

      Warum wurden weitere Untersuchungen eingestellt?

      Weil sie Krebs verursachen? Oder weil das Medikament einfach den Job von 4 Arzneien übernimmt und in wirklichkeit völlig nw-frei ist?

      pharmaindustrie wäre doch bekloppt das zeug rauszubringen, wenn sie 4 ganze medikamente statt nur 1 medikament verkaufen könnten.... ;) ;)
      Verneigt euch vor seiner Eminenz Lord Acardiac - Saviour of Nougatville!
    • Erstmal fettes danke an CTR-K.
      Also vorher Leber mit Ultraschall begutachten lassen?
      So wie ich es verstanden habe, einfach gutes Tribulus dazu nehmen. Vielleicht 2 Wochen vorher und nachher. Nicht über 4 Wochen und nicht über 10mg.

      PHC bietet das ja auch als Inject an...