GW-501516

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    • wie immer waren die dosierung, die dabei eingesetzt wurden, um ein tausendfaches höher als unsere mengen. kein vergleich.
      Verneigt euch vor seiner Eminenz Lord Acardiac - Saviour of Nougatville!
    • lodl schrieb:

      Rod! schrieb:

      Hat sehr gut geklappt Blutwerte enorm verbessert, und auch Fettverlust war beachtlich, einzig die Ausdauer ist nur wenig gestiegen (meinem Empfinden nach).
      und jetzt in GW Aktion investieren, der Absatz wird heute wieder steigen
      Lohnt nicht, das Zeugs was ich benutzt hatte ist bei dem Shop ausverkauft und wer weiß wie die nächste Charge wird... :D Ich mach dir nen Strich durch deinen Trade
    • Keine PCT, warum auch.
      Nach allem was ich gelesen habe könnte man es im paar Wochen on/paar wochen off Schema dauerhaft suppen.
      Vorausgesetzt du bekommst genau diesen Wirkstoff.
      Was aber bei so Research Chemicals immer ein Risiko darstellt, weil keine Apo-Ware verfügbar ist und du nicht genau weißt, was, wie viel usw. in deinen Supps drin ist.
    • Achso vergessen, was evtl. noch gegen einen Dauergebrauch spricht, ist das es verschiedene Meinung bzgl. GW und Muskelaufbau gibt, die einen sagen es hemmt die Proteinsynthese, die anderen feiern es da es auch in Zeiten erhöhter Kcal. Aufnahme hilft nicht so sehr Fett anzusetzen.

      Ich persönlich habe den Eindruck es hemmt den Aufbau und würde es nur für die Diät oder Blutfettwerte nutzen.
    • @ Lodl hab vorher die SuFu benutzt und gefunden :D

      Da auf deutschsprachigen Boards das Thema zu Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren (PPAR) noch relativ unbekannt ist, möchte ich darauf eingehen: im Speziellen auf das PPARδ "GW501516".
      Wie potentielle Interessenten zu dieser Substanz feststellen konnten, wird diese auf englischsprachigen Boards extrem gepusht. Mitunter ein Grund, da diese gesponsert werden und die Mods aggressiv Werbung machen.

      1. Was ist ein Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptor (PPAR)?
      Wikipedia beschreibt diese in einem komplizierten Satz:

      Was bedeutet diesnun? Im Prinzip sind diese PPARs Transmitter zwischen dem Glukose- und Lipidstoffwechsel (1). Sie stellen bei einem - dramatisch formuliert - Glukoseausfall Fettsäuren aus dem Fettgewebe als Energiequelle zur Verfügung (1). Nun kann man mit diversen Mitteln auf die Proliferation Einfluss nehmen.



      Diese Grafik beschreibt das Aktivierungsschema der verschiedenen PPAR-Subtypen.

      2. Verschiedene Arten von PPAR
      Es gibt drei unterschiedliche PPAR-Typen:

      2.1 PPARα (alpha)
      Diese Variante kommt beim Menschen in Leber, Niere, Herz, Endothel, Skelettmuskel, Retina, Darm, Lunge, Pankreas und Fettgewebe (2) vor.
      PPAR-alpha ist als Transmitter von Genen, die den Lipidstoffwechsel regulieren und Apoproteine (Konrolle des Cholesterinspiegels)
      bereitstellen, verantwortlich (1). Die Aktivierung dieser Profilaratoren hat in erstel Linie Effekte auf die Blutfettwerte:
      Triglyceride werden reduziert, Aufnahme freier Fettsäuren gesteigert, die Fettsäureoxidation erhöht und die HDL-Werte erhöht bei einer
      gleichzeitigen Senkung des LDL-Spiegels.

      2.2 PPARβ/δ (beta/delta)
      Die beta- und delta-Typen sind in praktisch in sämtlichen Organen des Menschen verbreitet. Die PPARβ/δ haben Einfluss auf Entzündungen,
      Wundheilungsprozesse und den Lipidstoffwechsel (1). In Tierversuchen an adipösen Tieren hatte die Aktivierung dieser PPAR eine Reduktion des Körpergewichts ausgelöst.

      2.3 PPARγ (gamma)
      Die Aktivierung dieses Typs hat Auswirkungen auf den Glukosestoffwechsel sowie auf die Insulinsensitivität. Die Aufnahme freier Fettsäuren wird erhöht. Zudem konnte ein Zusammenhang zwischen der Aktivierung dieses Types und einer Reduktion eines Artherosklerose-Risikos aufgezeigt werden.

      3. Wirkungsmechanismus
      Auf eine umfassende Erläuterung des Wirkungsmechanismus wird hier verzichtet. Einfach ausgedrückt und für unsere Interesse entsprechend:
      wie viele Rezeptoren oder Hormone kann auch hier mit diversen Mitteln manipuliert, aktiviert oder unterdrückt werden.


      4. Rezeptor Agonisten
      Nach dem aktuellen Wissensstand gibt es zur Zeit fünf solcher Agonisten, die mehr oder minder erforscht sind. Diese wären: GW501516, GW9662, T0070907, GW0742 und GSK3787. Wie kurz zu Beginn erwähnt, wird Hauptaugenmerk auf das erstgenannte liegen. Angaben zu den übrigen werden nicht gemacht.

      5. GW501516 und die WADA
      Diese Substanz ist in aller Munde: seit die World Anti-Doping Agency (WADA) von diesem Mittel gewarnt hat, hat die Popularität zum GW rapide zugenommen.
      Nun, was steckt hinter dieser Warnung?

      6. Hintergrund zum GW501516
      Andere Synonyme dafür sind GW501, GW516, GW1516 oder Endurobol (es gibt noch andere Bezeichnungen, welche aber von U-Labs als Produktname vergeben wurden). Dieses ist oral aktiv und ist ein PPARδ Agonist. GW501516 wurde von der WADA als Gendoping klassifiziert.

      Ursprünglich wurde dieses Mittel gegen Fettleibigkeit, Diabetes, Dyslipidämie und cardiovaskuläre Krankheiten entwickelt. 1992 haben GlaxoSmithKline und Ligand Pharmaceuticals diese Substanz erstmals erforscht. Sie haben
      interessantes entdeckt und in einer Studie (3) festgehalten: GW501516 hatte äusserst interessante Effekte auf die Ausdauer. Labormäuse hatten fast eine doppelt so lange Ausdauer als ihre nicht-gedopten Artgenossen.

      Weitere, sehr potente Funktionen waren die Regulation des Fettstoffwechsels, die Glukoseaufnahme in die Skelettmuskulatur und eine Steigerung der Muskelmasse (4). Der Körper bevorzugt unter der Aktivierung durch GW501516 eine Fettverbrennung, anstelle die Verwendung von Kohlenhydraten und Muskelprotein.

      Weiter, konnten anhand klinischer Untersuchungen festgehalten werden, dass die Möglichkeit bestand, Fett zu verlieren, ohne eine katabole Wirkung zu fahren. Besonders Clenbuterol oder T3 haben eine relativ starke katabole Auswirkung während einer Diät. Unter GW501516 ist dieser besonders interessante Faktor nicht gegeben.

      Darüberhinaus konnte eine leichte Zunahme an Muskelmasse beobachtet werden, welche trotz bei Mäusen unter der Bedingung einer High-Fat-Diet gegeben ist.

      7. Sicherheitsbedenken und Studien
      Zu dieser Substanz wurden viele tierische als auch menschliche Studien durchgeführt. Wenden wir uns zunächst klinischen Studien am Menschen.

      7.1 Studien am Menschen
      GSK hatte eine Phase I und II Studie am Menschen vorgenommen (5). Diese wurde erstmals im Dezember 2004 durchgeführt. Titel der Studie war:

      Rahmenbedingungen:
      Männliche, 18-55 Jahre alte, gesunde Personen
      Laufzeit: 12 Wochen
      Dosierung: 10mg von GW501516


      Erkenntnisse:

      Es gab eine parallele Phase I Studie, aber mit dem Hauptaugenmerk auf die Auswirkungen auf Engergymanagement und auf das Herz. Die Probanden wurden mit dem MRI überwacht. Hier wurden männliche, 18-40 jährige, gesunde Personen beobachtet.


      GKS hatte weitere, klinische Studien
      abgebrochen, nachdem gravierende Resultate an Tierversuchen
      herausgekommen sind. Auf diese wird später eingegangen. Der
      Vollständigkeit halber, wird noch auf eine weitere klinische Studie
      hingewiesen.

      Im Feburar 2009 hatte die University of Western Australia eine Phase IV Studie vollendet. Dabei war Studientitel:

      Rahmenbedingungen:
      Diverse Kriterien wie:

      Männliche Personen, 18-65 Jahre alt
      Dosierung: 2.5mg/Tag

      Es wurde bestätigt, dass GW501515 eine stark HDL-steigende und eine LDL-senkende Wirkung hatte.

      7.2 Studien mit Ratten
      Dabei wurde eine GW bedingte Auswirkung auf Tumorwachstum untersucht (6).


      Rahmenbedingungen:
      Laufzeit: 104 Wochen (2 Jahre)
      Männliche Ratten: 0, 5, 15, 30mg/kg/Tag für die ersten 6 Wochen der Studie
      Männliche Ratten: 0, 5, 20, 40mg/kg/Tag für die restlichen 98 Wochen der Studie
      Weibliche Ratten: 0, 3, 10, 20mg/kg/Tag für die komplette Laufzeit

      Erkenntnisse:
      Bei sämtlichen Dosen wurde ein karzinogener Effekt beobachtet. Dabei reichten die Tumorarten von Leber-, Blasen-, Zungen-, Bauch-, Haut- und Uteruskrebs. Einige sonst anzutreffende Tumortypen wurden nicht entdeckt. Um welche es sich handelt, wird in der Studie nicht erwähnt.

      7.3 Studien mit Mäusen
      Gleiche Frage - die karziogene Auswirkung von GW501516 auf Ratten - wurde für Mäuse angewendet (7).

      Rahmenbedinungen:
      Laufzeit: 104 Wochen (2 Jahre)
      Dosierung: 0, 10, 30, 60, 80mg/kg/Tag

      Erkenntnisse:
      Die Chance, nicht an Krebs zu erkranken, sank ab einer Dosierung von über 30mg/kg/Tag. Dabei wurden ebenfalls Turmoren in Bauch, Leber oder multiple Krebserkrankung entdeckt.

      7.4 Zwischenfazit
      Unschwer erkennbar, wurden an Tieren gravierende Resultate festgestellt, während an Menschen und an Rhesusaffen - zu der ich noch eine Studie nachreichen werde - seltsamerweise keine solche karzinogene Veränderungen aufgetreten sind. Werden nun die Rahmenbedingungen verglichen so kann man folgendes feststellen:

      Ratten und Mäusen wurde GW501516 über 104 Wochen verabreicht, während die längste Dauer der klinischen Studie beim Menschen gerade mal 12 Wochen betrug.
      - Die Dosierung an Ratten und Mäusen betrugen das Vielfache der Einnahmedosis am Menschen.
      Zur Erinnerung:
      Die tiefste Dosierung an Ratten betrug 3mg/kg/Tag, die höchste 40mg/kg/Tag. Rechnet man das auf einen 80kg schweren Menschen um, so würde dies über eine Einnahmezeit von 104 Wochen 39mg/Tag respektive 519mg/Tag betragen. Vergleicht man Mäuse, die trotz höherer
      Dosierung zu einer statistisch gesehen geringeren Tumorentwicklung neigten, so würde dies auf den selben Menschen umgerechnet 130mg/Tag bis 1'038mg/Tag betragen.
      - Die Dosis an einem gesunden Menschen betrug
      10mg/Tag, während in der Phase IV angeschlagenen Menschen 2.5mg/Tag verabreicht wurde.

      Vergleicht man nun die totale verabreichte Dosis und wendet sie auf ein Gewicht von 80kg um, beträgt sie:
      - bei der Ratte zwischen 28.4gramm und 377.8gramm (über 104 Wochen) [auf 12 Wochen runtergebrochen: 3.3 - 43.6gramm]
      - bei der Maus zwischen 96.64gramm und 7'556.64gramm (über 104 Wochen) [auf 12 Wochen runtergebrochen: 11.15 - 871.92gramm]
      - beim Menschen zwischen 210mg und 840mg (über 12 Wochen)

      Diesen enorme Unterschied sollte man sich durch den Kopf gehen lassen.

      7.5 Abbruch der Studien am Menschen
      Durch die Erkenntnisse an Tierversuchen war es ethisch und moralisch nicht vertretbar, weitere Studien am Menschen durchzuführen. Zu gross ist das Risiko - aus gesundheitlichem und vor allem auch rechtlichen Aspekt - weitere Untersuchungen durchzuführen.

      7.6 Communiqué der WADA
      Angesichts der Tatsache, das besonders in den letzten Jahren die Diskussionen und der Erfahrungsaustausch zu GW501516 zunahmen und bezogen auf dem letzten Teil des obigen Zitates, begründet die WADA den seltenen Schritt, vor allem Ausdauerathleten vor der Substanz zu warnen, wie folgt:

      Besonders interessant ist folgendes Zitat:
      Der russische Radsportler Valery Kaikov wurde im Übrigen als erster GW501516 Anwender positiv getestet.(8) Er sollte nicht alleine bleiben,
      zahlreiche, vor allem im Fahrradsport, Fahrer wurden positiv auf die Substanz GW getestet.

      7.7 Zusammenfassung der Human Trials
      Gerne würde ich in der letzten Sektion die verschiedenen Studien am Menschen zusammenfassen:
      - Phase I: http://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/ ... 516&rank=3
      - Phase II: http://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/ ... 516&rank=1
      - Phase Iv: http://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/ ... 516&rank=4
      - Nachweis von GW501516 im Urin zwecks Doping-Nachweis: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1 ... 34A.d03t03
      - Diverse Untersuchungen (Triglyceride, HDL-Wert): atvb.ahajournals.org/content/27/2/359.long
      - Diverse Untersuchungen (Fettoxidation, etc.): http://diabetes.diabetesjournals.org/co ... 2/332.long
      - Weitere Untersuchungen zu PPAR: http://clinicaltrials.gov/ct2/results?t ... &recr=Open

      Studienfundierte Zusammenfassenung zu GW501516:

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      Literatur:
      (1): http://edoc.ub.uni-muenchen.de/11704/1/ ... Mehmet.pdf
      (2): Auboeuf D, Rieusset J, Fajas L, Vallier P, Frering V, Riou JP, Staels B, Auwerx J, Laville M,
      Vidal H. Tissue Distribution and quantification of the expression of mRNAs of peroxisome
      proliferator-aktivated receptors and liver X receptor – alpha in humans. Diabetes. 1997; 46: 1319
      – 1327
      (3): http://www.plosbiology.org/article/info ... io.0020294
      (4): http://theconversation.com/anti-doping- ... obol-12997
      (5): http://www.gsk-clinicalstudyregister.co ... d=Gw501516
      (6): toxicology.org/AI/Pub/Tox/2009Tox.pdf unter Punkt 895
      (7): toxicology.org/AI/Pub/Tox/2009Tox.pdf unter Punkt 896
      (8): http://uk.reuters.com/article/2013/04/1 ... GU20130411