Das Anti-Doping-Gesetz tritt zum Olympia-Jahr 2016 in Kraft

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    • Man muss abwarten wie der genaue Gesetzeswortlaut ist, wie konkret die Forumlierung ist, welche Ausnahmen evtl. gemacht werden und wie etwaige Rechtsprechungen ausfallen.

      "Wegen Betrugs strafbar macht sich ein mit Dopingmitteln aufgeflogener Sportler aber nur, wenn er sich damit Vorteile verschaffen will"

      Hierin sehe ich aktuell einen Schlupfwinkel für Konsumenten, die nicht an Wettkämpfen teilnehmen, wenn man sich mal an den bisherigen Infos orientiert.
      Nächster Punkt ist die Definition vom Leistungssportler: Damit könnte man Wettkampf-Bodybuilder an den Eiern bekommen. Bleibt aber auch wieder abzuwarten wie es letztlich definiert wird.

      Unterm Strich sei aber auch gesagt, dass die Zielgruppe des Gesetzes nicht der kleine Stoffer von nebenan ist. Die Gesetze gegen Handel und Besitz gibts ja schon. Im Moment denke ich, dass das heißer gekocht wird als am Ende gegessen.
    • Noch heisser,als das Selbstdoping unter Strafe gestellt wird ?
      Wie heiss hättest Du es denn gern?
      Selbst fett fressen,selbst durch Kippen ruinieren,selbst durch Alkohol vernichten.
      Das ist alles okay,aber selbst die eigene Leistungsfähigkeit erhöhen
      und die Lebensqualität verbessern,im Falle von HRT,?
      Das ist natürlich zu tiefst verwerflich und muss entsprechend hart bestraft werden.

      Bei der letzten Verschärfung des Gesetzes wurde ja bereits der Versuch der Beschaffung
      unter Strafe gestellt,jetzt das Selbstdoping.
      Als nächstes wird wohl bereits der Gedanke an AAS oder dicke Muskeln bestraft.
      Oder es reicht,wie in Schweden,der Augenschein einer AAS Benutzung um festgenommen
      werden zu können und zu einer Blutprobe gezwungen werden zu können.

      Nochmal meine Frage.Wie heiss hättest Du es denn gern?
      youtu.be/Fj47fuKDV9Y

      Philipper 4.13

      When you push yourself to and past your previous preconceived limits on a daily basis, you learn something about your mind and soul that few in our modern time understand.
    • World first Problems...
      Über unütze Sachen den Kopf kaputt schlagen und die wahren Dinge immer drum herum reden weils an Eiern fehlt oder es der EU-USA nicht gefallen könnte . Da ist es doch leichter die "Schwachen" noch "schwächer" zu machen ( trifft auf uns jetzt nicht zu :D aber ihr wisst was ich mein ) . Hoffentlich kommt bald ein politischer Wandel sonst geb ich uns nicht mehr Lange aus gegebener Situation .
    • Egon schrieb:

      Nochmal zum mitschreiben, ein Leistungssportler muss nicht immer Ambitionen für einen Wettkampf haben. Es reicht die Ausübung einer Sportart die man leistungsmäßig betreiben kann ...
      Das ist definitionsabhängig. Ich finde hauptsächlich Definitionen, die den Wettkampf einschließen. Da muss man schauen wie das definiert wird.

      @Comerford

      Gut gebrüllt Löwe. :)
      Das Selbstdoping muss erstmal nachgewiesen werden. Daher kommt ja deine Anspielung auf Schweden und das man "da vielleicht irgendwie zum Blutbild rausgezogen werden könnte". Dazu gibts schonmal gar keine Infos und ob die personellen Ressourcen vorhanden sind, ist auch mehr als fraglich.
      HRT steht auch wieder auf einem anderen Blatt, denn optimalerweise ist das ärztlich verordnet.
      Der Besitz über die geringe Menge ist heute bereits strafbar.
      Der Handel ist auch bereits strafbar.
      Das Zusammenbringen von Käufer und Verkäufer ist ebenfalls bereits strafbar.
      So viel wird sich meiner Meinung mit dem Gesetz nicht ändern.

      Ich denke das wird ähnlich verlaufen wie mit dem Prostitutionsgesetz. Die Politik reagiert auf den medialen/gesellschaftlichen Druck mit einem Gesetz, welches nun unter eigener Überschrift agiert, aber praktisch ändert sich wenig bis nichts, weil alles viel zu verdeckt abläuft.

      Um nochmal was konstruktives beizutragen: Hier der Gesetzesentwurf zum Anti-Doping-Gesetz
      dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/048/1804898.pdf
      Wem es zu suspekt ist einen fremden Link mit .pdf-Endung anzuklicken -> google "Gesetzesentwurf Anti Doping Gesetz"

      (Von mir zum Zeitpunkt der Postings noch nicht durchgelesen; hab ich aktuell auch nicht ganz so viel Bock dazu.)
    • AW: Das Anti-Doping-Gesetz tritt zum Olympia-Jahr 2016 in Kraft

      Die Ausübung einer Sportart die man leistungs- und vereinsmäßig betreiben kann. Es wird schwammig formuliert werden und somit sind alle betroffen;)
      Ein Leistungssportler muss nicht immer als Ziel den Wettkampf verfolgen. Er kann auch in einem Verein trainieren und den Leistungsvergleich mit anderen Sportlern im Training verfolgen. Auch er wäre ein sogenannter Leistungssportler!
      ...
    • Egon schrieb:

      Die Ausübung einer Sportart die man leistungs- und vereinsmäßig betreiben kann. Es wird schwammig formuliert werden und somit sind alle betroffen;)
      Ein Leistungssportler muss nicht immer als Ziel den Wettkampf verfolgen. Er kann auch in einem Verein trainieren und den Leistungsvergleich mit anderen Sportlern im Training verfolgen. Auch er wäre ein sogenannter Leistungssportler!

      Nötigst du mich doch noch zu später Stunde, dass ich mir lange Texte durchzulese...

      §3 AntiDopG
      Schlüsselphrase ist "Wettbewerb des organisierten Sports".


      Dazu die Erläuterungen zu §3; also dem Selbstdoping (s. 26/27) (Alle kommenden Erläuterungen beziehen sich auf das Selbstdoping gem. §3 AntiDopG)

      "Die Vorschrift enthält einen neuen Tatbestand, der die Anwendung von Dopingmitteln und Dopingmethoden am
      eigenen Körper ohne medizinische Indikation verbietet, sofern die Anwendung in der Absicht erfolgt, sich in
      einem Wettbewerb des organisierten Sports einen Vorteil
      zu verschaffen."

      Auf Seite 27 im übrigen auch ein paar Worte bzgl. HRT:

      "Das Verhalten ist nur verboten, wenn es ohne medizinische Indikation erfolgt. Diese Einschränkung ist vor dem
      Hintergrund erforderlich, dass es sich bei den meisten
      Dopingmitteln zugleich um Arzneimittel handelt. Wenn
      ein Dopingmittel oder eine Dopingmethode zu dem Zweck angewendet wird, einen therapeutischen (Heilungs-)
      Erfolg herbeizuführen, ist das Verhalten sozialadäquat und nicht sozialschädlich, selbst wenn damit als Neben-
      folge eine Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit einhergeht. Auch im Sportrecht wird diesem Umstand
      Rechnung getragen, indem in den Ausführungsbestimmungen (Standards) zum Welt Anti-Doping Code und Na-
      tionalen Anti-Doping Code ein Verfahren zur Bewilli
      gung von medizinischen Ausnahmegenehmigungen vorge-
      sehen ist."

      Noch kurz was dazu, welche sportlichen Wettbewerbe im Fokus liegen (s. 28)

      "Zu den erfassten Wettbewerben zählen in erster Linie Sportwettbewerbe des Spitzen- und Leistungssports, wie
      Olympische und Paralympische Spiele oder Jugendspiele, Weltspiele (World-Games), nationale oder internatio-
      nale Meisterschaften, Spiele oder Wettkampfbetriebe einer nationalen oder internationalen Liga, nationale oder
      internationale Pokalwettbewerbe oder internationale Freu
      ndschaftsspiele. Erfasst sind aber auch größere Laufver-
      anstaltungen (z. B. Marathon) und regionale Ligen, Sportf
      este und Sportveranstaltungen privater Veranstalter,
      wenn und soweit diese von den jeweils zuständigen (nationalen oder internationalen) Sportorganisationen im
      Vorfeld anerkannt worden sind.
      Der Absatz schließt damit Sportveranstaltungen und Sporttreiben aus, die rein privat sind, d. h. dem Freizeitbe-
      reich zugeordnet werden, und die ohne unmittelbare
      oder mittelbare Einbindung einer Sportorganisation und ohne
      ihre Anerkennung durchgeführt werden. Hierzu zählen z. B.
      reine Firmenläufe, Freizeitkickerturniere, rein priva-
      tes Sporttreiben (z. B. Jogging im Park) oder Wettbewerbe, die ausschließlich im Rahmen des Schulsports (z. B.
      Spiele verschiedener Schulen gegeneinander) ausgetragen we
      rden. Unbeachtlich ist dabei, ob im Rahmen dieser
      Veranstaltungen Regeln des organisierten Sports angewandt werden, da die Nummern 1 und 2 kumulativ vorlie-
      gen müssen."

      -> Es kann also jeder entscheiden, inwiefern Veranstaltungen des DBFV davon eingeschlossen sind. Persönlich denke ich, dass das Gesetz keine Relevanz fürs Bodybuilding hat.

      Und zum Schluss der meiner Ansicht nach entscheidene Abschnitt (s. 28)

      "Der Absatz enthält das Verbot von Erwerb und Besitz von Dopingmitteln zum Zwecke des Selbstdopings"
      [...]
      "Das Verbot erfasst nur die Fälle, in denen die Sportlerin oder der Sportler beabsichtigt, das Dopingmittel ohne
      medizinische Indikation bei sich anzuwenden oder anwenden zu lassen, um sich in einem Wettbewerb des orga-
      nisierten Sports einen Vorteil zu verschaffen. Schutzgüter
      sind – wie bei Absatz 1 – die
      Integrität des organisierten
      Sports und seine ethisch-moralischen Grundwerte wie Fairness und Chancengleichheit (s. Ausführungen zu Ab-
      satz 1)."
    • spec schrieb:

      Auf Seite 27 im übrigen auch ein paar Worte bzgl. HRT:

      "Das Verhalten ist nur verboten, wenn es ohne medizinische Indikation erfolgt. Diese Einschränkung ist vor dem
      Hintergrund erforderlich, dass es sich bei den meisten
      Dopingmitteln zugleich um Arzneimittel handelt. Wenn
      ein Dopingmittel oder eine Dopingmethode zu dem Zweck angewendet wird, einen therapeutischen (Heilungs-)
      Erfolg herbeizuführen, ist das Verhalten sozialadäquat und nicht sozialschädlich, selbst wenn damit als Neben-
      folge eine Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit einhergeht. Auch im Sportrecht wird diesem Umstand
      Rechnung getragen, indem in den Ausführungsbestimmungen (Standards) zum Welt Anti-Doping Code und Na-
      tionalen Anti-Doping Code ein Verfahren zur Bewilli
      gung von medizinischen Ausnahmegenehmigungen vorge-
      sehen ist."

      Das ist interessant, gut das meine HRT medizinisch notwendig ist und ich ärztliche Befunde habe.
      Nur in der Theorie, nehmen wir an ich bekomme aus irgendeinen Grund Besuch, bei mir wird Testosteron gefunden,
      nehmen die das mit und ich kann dann vor Gericht streiten oder reicht es den Befund vorzulegen? Auf der anderen Seite
      habe ich keine Lust dem Beamten meine komplette Akte vorzulegen :cursing: das geht die doch nix an.

      Wenn die das mitnehmen, das Testosteron bei mir jedoch medizinisch notwenig ist kann ich denn Staat auf Schadensersatz
      verklagen durch z.B. psychische und körperliche Folgen weil die mir meine notwendigen Medikamente weggenommen haben.

      Und wie viel darf ich dann besitzen. Ich hole mir mein Testosteron immer Quartalsweise das heisst würde ich
      am Anfang des Quartals Besuch bekommen lagern 10 Ampullen in meinen Schrank oder darf ich immer nur eine
      Ampulle besitzen ?

      btw. @spec vorbildliche Beiträge :thumbup:

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    • Lodl, in dem Fall legst du einfach das Rezept das du von Arzt hast vor und das war es dann auch.

      Ansonsten hätte ja jeder mit ner Pulle tilidin zuhause Probleme weil er gegen das btmg verstoßen hätte.

      So bald du es verschrieben bekommst bist du aus dem Schneider, lediglich der Arzt könnte Probleme bekommen.
    • Da in dem Text die World Games erwähnt werden,ist es definitiv für das Bodybuilding relevant.
      Bodybuilding und Powerlifting sind Sportarten die bei den World Games in der
      Vergangenheit teilnahmen und wahrscheinlich auch in Zukunft teilnehmen werden.

      Eine medizinisch indizierte HRT oder TRT verordnet zu bekommen,ist häufig nicht einfach.
      Viele Ärzte in D. stehen dem Thema ablehnend gegenüber.
      Die selbstverordnete HRT bleibt für viele Menschen dann der einzig gangbare Weg.

      Auch ein privat Verordnetes Medikament bedarf einer medizinischen Notwendigkeit.
      Der Spielraum des Arztes ist bei privaten Verordnungen natürlich grösser.
      Die Verordnung von Medikamenten ohne medizinische Notwendigkeit ist strafbar.
      Egal ob Kasse oder privat.
      Lifestyle ist keine Indikation.
      Apotheker sind bereits seit Jahren verpflichtet,Ärzte welche häufig Androgene oder AAS
      privat rezeptieren zu melden.
      youtu.be/Fj47fuKDV9Y

      Philipper 4.13

      When you push yourself to and past your previous preconceived limits on a daily basis, you learn something about your mind and soul that few in our modern time understand.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Comerford ()

    • Das (Wettkampf!)-Bodybuilding zählt dazu, weil es in die "Sphäre des organisierten Sports" fällt und da widerum genauer zu den nationalen/internationalen Wettkämpfen. In das Raster der World-Games zählt es nicht, weil Bodybuilding schon vor längerer Zeit von den World-Games ausgeschlossen wurde, da es untragbar viele positive Dopingbefunde gab.

      Aber mal zurück zur Relevanz für das hiesige Wettkampfgeschehen.
      Das Gesetz wurde grundsätzlich mal erstellt, damit entsprechende Athleten nicht nur von Verbandsseite eine Strafe auferlegt bekommen können, sondern auch strafrechtlich belangt werden könnten.

      Erläuterungen zu §3, s. 26:
      Die Anwendung von Dopingmitteln oder Dopingmethoden am eigenen Körper kann bislang meist nur verbands-
      rechtlich, nicht aber strafrechtlich verfolgt werden.

      Dann muss man sich mal fragen wie das in der Praxis beim Bodybuilding umgesetzt werden könnte. Bisher habe ich nichts lesen können, dass die Exekutive oder gar Legislative einen Wettkampf-Bodybuilder mit rechtlichen Schritten zur Nadel lassen kann. Insofern sind die auf positive Tests, welche von einer Anti-Doping-Organisation bzw. dem Verband selbst durchgeführt werden, angewiesen. Aber welcher deutsche Bodybuilding-Verband macht denn schon Tests? (GNBF lasse ich außen vor.) Folglich stellt sich die Frage, auf welcher Basis eine Anklage erhoben werden soll; so ganz ohne positiven Befund. Und selbst wenn ein positiver Test vorliegen sollte, wird der Verband doch einen Teufel tun und sowas öffentlich machen/weiterleiten, denn das würde 99% aller Athleten des Verbandes abschrecken. Siehe Strafenkatalog §4.

      Die andere Möglichkeit ist, dass gezielt gegen Athleten ermittelt wird. Der Fokus beim Doping im Bodybuilding liegt bekanntlich auf den Händlern und nicht beim Endverbraucher. Aber ganz ehrlich:
      1. Bodybuilder sind nicht die Zielgruppe dieses Gesetzes; auch nicht Wettkampf-Bodybuilder,
      2. Bodybuilder hätte man bereits mit Überschreitung der geringen Mengen dranbekommen können, und zuletzt
      3. hätte man so ein Gesetz bereits vor 10 Jahren erlassen können, wenn man Bodybuilder hätte dranbekommen wollen.
      Der letzte Punkt verdeutlicht nochmal den Entstehungsgrund des Gesetzes. Die Notwendigkeit sah man scheinbar erst, als sich die bekannt gewordenen Dopingfälle in den letzten Jahren gemehrt haben. Und diese Dopingfälle tauchten in den Sportarten auf, welche medial und gesellschaftlich große Beachtung finden. Sprich: Radsport, 100m Lauf, Eisschnelllauf etc. -> Olympische Disziplinen. Das ist auch die Zielgruppe des Gesetzes.
    • AW: Das Anti-Doping-Gesetz tritt zum Olympia-Jahr 2016 in Kraft

      Ich stimme Dir überwiegend zu, jedoch sollte man dieses Gesetz in Zusammenhang mit den bestehenden Regelungen für Dopingmittel sehen. Der Besitz und Handel wird unter Strafe gestellt, welche hiermit auch verschärft wird. Wichtig werden hier später die Erläuterungen zu diesem Gesetz sein (Beck ...)
      ...