Die 100 größten Ernährungsmythen

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    • Die 100 größten Ernährungsmythen

      1. Kaffee entzieht dem Körper Wasser


      FALSCH! Das Gerücht, dass Kaffee den Körper dehy­driert, hält sich
      hartnäckig, ist aber unzutreffend, wie die Deutsche Gesellschaft für
      Ernährung (DGE) betont. Studien haben gezeigt, dass das im Kaffee
      enthaltene Koffein zwar einen harntreibenden Effekt hat, sodass die
      zugeführte Flüssigkeit den Körper schneller wieder verlässt. Der
      Einfluss auf den Wasserhaushalt ist allerdings so gering, dass er zu
      vernachlässigen ist und Kaffee ohne Probleme in die tägliche
      Flüssigkeitsbilanz einbezogen werden kann.


      2. Cola und Salzstangen helfen bei Durchfall


      FALSCH! Bei Durchfall verliert der Körper Flüssigkeit und Mineralien.
      Die Symptome mit Cola und Salzstangen zu bekämpfen, ist jedoch
      kontraproduktiv und kann die Erkrankung verstärken. Der Grund:
      Colagetränke enthalten viel Zucker, der die Wasserausscheidung forciert
      und den Flüssigkeitsverlust verstärkt. Auch der Verzehr von Salzstangen
      ist wenig hilfreich, da ihnen wichtige Salze wie Kalium und Citrate
      fehlen. Die Münchener Ökotrophologin Monika Bischoff rät dazu, lieber
      viel Wasser zu trinken und zwei zermatschte Bananen zu essen – „die sind
      reich an Mineralstoffen und Kalium und helfen viel besser als Cola und
      Salzstangen“.


      3. Schokolade macht glücklich


      FALSCH! Schokoladenfans müssen jetzt tapfer sein: Denn die
      Behauptung, die süße Sünde sei eine Quelle des Glücks, ist leider
      falsch. Schokolade enthält zwar Tryptophan, einen Eiweißbaustein, der
      die Serotoninausschüttung im Gehirn stimulieren und ein wohliges Gefühl
      erzeugen soll. Die Konzentration ist allerdings so gering, dass ein
      Effekt der Glücksnahrung wissenschaftlich nicht nachweisbar ist. Ähnlich
      verhält es sich mit dem Inhaltsstoff Theobromin: Als Arzneimittel wirkt
      die Substanz leicht stimmungsaufhellend – in Schokolade ist sie jedoch
      eindeutig zu niedrig dosiert.


      4. Zu viel Bier verursacht einen Bierbauch


      FALSCH! Bier macht dick. Aber nicht primär am Bauch. Das haben
      Forscher anhand einer Studie festgestellt, an der 20 000 Deutsche
      teilnahmen. Das Ergebnis: Wer viel Bier trank, legte an Gewicht zu. Ein
      Zusammenhang mit einer Zunahme in der Bauchregion konnte aber nicht
      nachgewiesen werden.


      5. Man soll täglich drei Liter Wasser trinken


      FALSCH! Wer viel trinkt, bleibt schlank und gesund. Die
      Drei-Liter-Empfehlung ist jedoch veraltet. „Tatsächlich kann jeder
      seinen Flüssigkeits­bedarf selbst errechnen“, sagt die Ökotrophologin
      Monika Bischoff aus München. Dafür muss man sein Körpergewicht mal 0,03
      nehmen. Wiegt ein gesunder Mensch 60 Kilo, entspricht dies einem Bedarf
      von 1,8 Litern.

      6. Eier erhöhen den Cholesterinspiegel


      Dr. Carsten Lekutat, Allgemeinmediziner und TV-Arzt im WDR: FALSCH!
      Cholesterin an sich ist nichts Schlechtes. Wir brauchen den
      fettähnlichen Stoff, um zu exis-tieren. Der Körper stellt Cholesterin
      selbstständig her. Abgesehen davon ist es in bestimmten Nahrungsmitteln
      enthalten. Eigelb enthält mit 190 mg pro Ei relativ viel Cholesterin.
      Bei einem Tagesbedarf von 300 mg könnte man annehmen, dass der Verzehr
      von zwei Eiern mehr als genug ist. Tatsache ist jedoch, dass der Körper
      die Cholesterinaufnahme reguliert und überflüssiges Cholesterin
      umwandelt und ausscheidet. Insofern ist der Einfluss von Eiern auf den
      Cholesterinspiegel zu vernachlässigen


      7. Fruchtsäure greift den Zahnschmelz an


      RICHTIG! Sie trinken mehrmals täglich Orangensaft, um sich und Ihrer
      Gesundheit etwas Gutes zu tun? Dann sollten Sie das Pensum in Zukunft
      vielleicht etwas reduzieren, denn Säure aus Lebens-mitteln kann
      Zahnerosionen verursachen. Die Fruchtsäure weicht den Schmelz auf, löst
      Calcium und Phosphor aus den Zähnen und sorgt dafür, dass diese dünn und
      brüchig werden. Vor allem Obst, Fruchtsäfte, Essig, Sekt, Wein und
      Sportgetränke können den Zahnschmelz angreifen. Doch es gibt eine
      Möglichkeit, der Säure entgegenzuwirken: Kombinieren Sie säurehaltige
      und calciumhaltige Nahrungsmittel miteinander – so wird die Säure
      neutralisiert. Essen Sie Obst mit Joghurt und trinken Sie Orangensaft
      mit Calcium. So bleiben die Zähne kraftvoll und gesund.


      8. Zucker macht süchtig


      FALSCH! Forscher haben entdeckt, dass Zucker im Gehirn die gleichen
      Areale aktiviert wie Drogen. Von einer Sucht wollen die Wissenschaftler
      jedoch nicht sprechen, da beim Verzicht auf den süßen Stoff keinerlei
      körperliche Entzugserscheinungen beim Menschen auftreten. Gleichwohl,
      betont beispielsweise Prof. Falk Kiefer von der Universität Heidelberg,
      könne Zucker „suchtähnliches Verhalten“ auslösen


      9. Grüner Tee ist gesund und schützt vor Krebs


      Der Inhaltsstoff Epigallocatechingallat (EGCG) macht den grünen Tee
      so gesund. Studien haben gezeigt, dass der Wirkstoff das Risiko für
      Prostatakarzinome vermindert. Er kann das Wachstum von Tumorzellen
      bremsen, wirkt entzündungshemmend und scheint schädigende freie Radikale
      im menschlichen Körper zu blockieren. Weitere Untersuchungen laufen.


      10. Abends essen macht dick


      Nach 18 Uhr nichts mehr essen und voilà: Sie bleiben rank und
      schlank. Klingt himmlisch, ist durch wissenschaftliche Untersuchungen
      bislang aber nicht bewiesen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung
      (DGE) geht vielmehr davon aus, dass die im Laufe eines Tages
      aufgenommene Kalorienmenge über das Gewicht entscheidet. Gleichwohl
      sollte man es mit dem Abendessen nicht übertreiben, denn nachts benötigt
      der Körper keine zusätzliche Energie.

      11. Der Mensch braucht kein Fleisch


      RICHTIG! Auf Rind und Schwein verzichten – ist das gesund? Durchaus.
      Denn bei dem Lebens-mittel­angebot, das heutzutage herrscht, sind wir
      nicht zwangsläufig auf den Verzehr von Fleisch angewiesen. Die
      Nährstoffe, die dem Körper durch den Verzicht auf Steak & Co.
      fehlen, können durch Milchprodukte, Eier und Fisch ersetzt werden.
      „Sogar mit einer rein veganen Ernährung kann man 100 Jahre alt werden“,
      sagt der Allgemeinmediziner Dr. Carsten Lekutat. Einzig einen Mangel an
      Vitamin B12 müssen Veganer in Nordeuropa fürchten, weil es in Pflanzen
      kaum vorhanden ist.


      12. Nach Steinobst darf man kein Wasser trinken


      FALSCH! Früher mag dies der Fall gewesen sein, da das Wasser mitunter
      schädigende Keime enthielt und das Steinobst im Magen zum Gären
      brachte. Bauchschmerzen waren die Folge. Doch bei der heutigen
      Trinkwasserqualität kann man Kirschen, Pflaumen oder Aprikosen ohne
      Nebenwirkungen genießen.


      13. Zitronen enthalten das meiste Vitamin C


      FALSCH! Zitronen gehören in der Tat zu den Vitamin-C-reichen
      Lebensmitteln: Sie enthalten rund 53 Milligramm Ascorbinsäure pro 100
      Gramm. Aber Brokkoli (115 Milligramm pro 100 Gramm) und Kiwis (71
      Milligramm pro 100 Gramm) weisen – wie viele Obst- und Gemüsesorten –
      einen deutlich höheren Vitamin-C-Gehalt auf.


      14. Spinat und Pilze soll man niemals aufwärmen


      FALSCH! Der Ratschlag, Pilze nicht aufzuwärmen, ist überholt. Werden
      die Reste nach dem Kochen schnell abgekühlt (z. B. durch ein Bad in
      Eiswasser), im Kühlschrank gelagert und binnen eines Tages erneut
      zubereitet, besteht keine Gefahr für die Gesundheit. Wichtig: Beim
      Erwärmen sollte eine Mindesttemperatur von 70° Celsius erreicht werden,
      damit Mikroorganismen abgetötet werden. Dies gilt auch bei Spinat. Er
      sollte nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern, bevor er
      erwärmt wird. Bekömmlich ist das Gemüse jedoch nur für Erwachsene. Für
      Babys und Kinder bis drei Jahren ist aufgewärmter Spinat tabu. Der
      Grund: Das Gemüse ist reich an Nitrat, das beim Erhitzen zu Nitrit wird.
      Letzteres kann für Kinder lebensgefährlich werden, da es den
      Sauerstofftransport im Blut behindert.


      15. Vegetarier sind immer dünn


      FALSCH! Auch unter den Vegeta­riern gibt es Menschen, die mit den
      Kilos kämpfen. Bestes Beispiel: die sogenannten Pudding-Vegetarier. Sie
      essen zwar kein Fleisch, dafür aber viele Süßigkeiten und gerne
      Milchprodukte.

      16. Mineralwasser ist besser als Leitungswasser


      FALSCH! Laut Stiftung Warentest ist stilles Mineralwasser nicht nur teurer, sondern häufig auch schlechter als Leitungswasser.


      17. Margarine ist besser fürs Herz als Butter


      FALSCH! Viele Ernährungsexperten merken an, dass weder Butter noch
      Margarine „makellos“ seien, wie unter anderm in dem Buch „Moderne
      Ernährungsmärchen“ von Sven David Müller, Prof. Dr. Michael Voigt und
      Doreen Nothmann betont wird. Lange Jahre stand Butter in dem Verdacht,
      den Cholesterinspiegel zu erhöhen. Inzwischen ist klar, dass die Menge
      des mit der Nahrung aufgenommenen Cholesterins nahezu keinen Einfluss
      auf den Cholesterinspiegel im Körper hat. Butter und Margarine besitzen
      außerdem ungefähr die gleiche Menge Fett. Margarine enthielt früher
      häufig ungesunde trans-Fettsäuren. Teurere Produkte sind heutzutage auf
      jeden Fall frei davon. Kritiker monieren allerdings, dass Margarine ein
      künstlich hergestelltes Produkt sei. Der Rat vieler Experten lautet
      deshalb: Am besten wechseln Sie beide Streichfette ab.


      18. Kartoffeln machen dick


      FALSCH! Tatsächlich liefern die Knollen relativ wenig Kalorien (gekocht 69 kcal pro 100 g). Das
      Eiweiß der Kartoffeln ist übrigens so hochwertig, dass es in
      Kombination mit Milch oder Eiern den Wert von Fleisch bei Weitem
      übersteigt. Die Mischung verschiedener Ballaststoffe macht die
      stärkereichen Kartoffeln zum optimalen modernen Lebensmittel.




      19. Dunkles Brot ist prinzipiell gesünder als helles Brot


      FALSCH! Ganz so einfach ist es dann leider doch nicht: Ob ein Brot
      gesund ist, hängt in erster Linie vom Vollkornanteil ab. Fakt ist: Viele
      dunkle Brote werden durch die Zugabe bestimmter Zutaten gefärbt. Ein
      Blick auf die Zutatenliste verrät, was im vermeintlich gesunden
      Vollkornbrot meist wirklich steckt: Weizenmehl Typ 405 und Malzextrakt.
      Nur Brot, das zu mindestens 90 Prozent aus Vollkornmehl oder –schrot
      besteht, darf als Vollkornbrot bezeichnet werden.



      20. Frisches Brot verursacht Bauchschmerzen


      FALSCH! Dieses Märchen stammt aus Zeiten, in denen Brot rar war und
      „altes“ Gebäck verzehrt werden sollte, bevor ein frischer Laib
      angeschnitten wurde.
      gib alles , aber gib nicht auf
    • 21. Erdbeeren hellen die Zähne auf




      FALSCH! Leider handelt es sich bei dieser angeblichen Bleaching-Methode,
      die kostengünstig schöne und strahlende Zähne hervorbringen soll, um
      ein Ammenmärchen. Zwar setzen angeblich diverse Stars in den USA auf
      dieses Hausmittel und reinigen mit Erdbeeren ihre Zähne. Zahnärzte
      betonen jedoch, dass es dem Zahnschmelz sogar schadet, mit Erdbeeren
      daran zu reiben.




      22. Der grüne Teil des Porrees ist ungesund




      FALSCH! Viele Menschen schneiden den grünen
      Teil der Porreestange weg und verwenden nur das zarte Weiße. Dabei
      steckt im Grün 300-mal so viel Beta-Carotin wie im weißen Abschnitt. Wer
      also auf eine reichliche Zufuhr von Vitaminen achtet, nimmt auch die
      kräftig gefärbten Teile der Stange.




      23. Schokolade verursacht Pickel




      FALSCH! Fakt ist: Ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Schokolade
      und unreiner Haut ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Pickel
      entstehen vor allem durch verstopfte Hautporen und eine überschüssige
      Talgproduktion. Wer die Schuld an seinen Pickeln also auf die Schokolade
      schieben will, liegt falsch.










      24. Spinat enthält viel Eisen




      FALSCH! Dieser Irrglaube beruht angeblich auf einem
      Komma-Übertragungsfehler, der vor rund 100 Jahren bei der Erstellung
      einer Nährwert-Tabelle gemacht wurde. Statt 34 Milligramm enthält
      frischer Spinat 3,4 Milligramm Eisen pro 100 Gramm.


      25. Honig ist viel gesünder als Zucker


      FALSCH! Honig besteht zu rund 20 Prozent aus Wasser. Der Rest ist
      Zucker. Nährstoffe sind kaum enthalten, sodass die klebrige Masse
      definitiv nicht gesünder ist als Haushaltszucker.

      26. Fructose ist gesünder als normaler Zucker


      FALSCH! Fruchtzucker (Fructose) hat zwar ein gesundes Image, da er
      unter anderem in Obst enthalten ist, beinhaltet aber genauso viele
      Kalorien wie herkömmlicher Zucker. Es ist also Vorsicht geboten. Zumal
      immer mehr Produkte mit Fruchtzucker gesüßt werden. Doch selbst gesunde
      Menschen vertragen nur eine bestimmte Menge an Fructose. Nimmt man zu
      viel zu sich, kann dies Übelkeit und Durchfall verursachen. Auf die
      tägliche Portion Obst sollte man dennoch nicht verzichten.


      27. Mit Light-Produkten nimmt man ab


      FALSCH! Entgegen aller Erwartungen: Light-Produkte machen nicht
      grundsätzlich schlank. Viele Menschen erliegen nämlich der Versuchung,
      größere Portionen zu essen, was sich auf der Waage letztlich negativ
      bemerkbar macht. Zudem enthalten viele Light-Lebensmittel zwar weniger
      Fett, dafür aber mehr Zucker.


      28. Schokolade ist prinzipiell ungesund


      FALSCH! Prof. Dr. Sabine Ellinger, Ernährungswissenschaftlerin an der
      Hochschule Niederrhein: „Vor 15 Jahren begannen Forscher, die
      Wirkungsweise von Kakaoprodukten zu untersuchen. Ihre Vermutung:
      Substanzen des Kakaos haben eine positive Wirkung auf Blutdruck und
      -gefäße. So traten bei Indianern, die Kakao anbauten und häufig
      verzehrten, keine kardiovaskulären Erkrankungen auf. Studien haben
      gezeigt: Vor allem in dunkler Schokolade enthaltene Polyphenole haben
      eine blutdrucksenkende Wirkung und können Gefäße erweitern. Bei Menschen
      mit leichtem Bluthochdruck kann der Verzehr von Kakao tatsächlich einen
      positiven Effekt haben. Mehr als vier Stücke dunkle Schokolade pro Tag
      sollte man aufgrund des Energiegehalts aber nicht essen.“


      29. Das Kochen von Gemüse zerstört Nährstoffe


      RICHTIG! Beim Kochen gehen wertvolle Mineralstoffe und wasserlösliche
      Vitamine verloren. Besonders betroffen ist Vitamin C. Deshalb gilt: Je
      weniger Wasser Sie bei der Zubereitung verwenden, desto weniger Vitamine
      und Mineralstoffe werden zerstört. Brokkoli und Blumenkohl sollten Sie
      dämpfen, anstatt das Gemüse in siedendes Wasser zu geben. Möhren
      hingegen dürfen Sie auch ohne schlechtes Gewissen kochen, da sich das
      darin enthaltene gesunde Betacarotin auf diesem Weg aus den
      Pflanzenzellen löst.


      30. Olivenöl schützt vor Herzinfarkt


      RICHTIG! Olivenöl ist gesund. Vor allem in Kombination mit einer
      mediterranen Ernährung. Das hat eine europäische Studie mit 7500
      Spaniern ergeben. Die Probanden, die sich mediterran ernährten – mit
      Olivenöl oder Nüssen sowie viel Obst, Gemüse und Fisch – hatten ein um
      30 Prozent geringeres Risiko, Herz-Kreislauf-Probleme zu entwickeln als
      die Teilnehmer der Vergleichsgruppe, die sich fettarm ernährten.

      31. Weiße Flecken auf den Fingernägeln deuten auf Calciummangel hin


      FALSCH! Nicht Calciummangel, sondern kleine Verletzungen des
      Nagelbetts oder Lufteinschlüsse in der Nagelplatte verursachen die
      kleinen weißen Flecken auf den Nägeln.


      32. Salmonellen kann man mit Wasser abspülen


      FALSCH! Salmonellen lassen sich nicht abwaschen, weil sie bei
      Geflügel beispielsweise auch im Fleisch sitzen. Abtöten kann man die
      widerstandsfähigen Bakterien tatsächlich nur mithilfe von Hitze
      (mindestens 70° Celsius).


      33. Kirschsaft hilft gegen Muskelkater


      FALSCH! US-Forscher wollen kürzlich entdeckt haben, dass der Verzehr
      von Kirschsaft Muskelkater nach einer starken körperlichen Belastung
      lindern kann. EAT SMARTER -Experte Prof. Ingo Froböse von der Deutschen
      Sporthochschule in Köln widerspricht: „Ehe der Saft überhaupt die
      Muskelfasern erreichen könnte, haben sich die Nähr- und Inhaltsstoffe
      bereits so stark verdünnt, dass davon kaum etwas an den betroffenen
      Stellen ankommt.“


      34. Fett macht fett


      FALSCH! Fett allein macht nicht dick. „Es besitzt jedoch eine hohe
      Energiedichte, weshalb man darauf achten sollte, vor allem gesunde Fette
      zu sich zu nehmen“, so Ökotrophologin Monika Bischoff. Olivenöl hat z.
      B. einen hohen Anteil an gesunden ungesättigten Fettsäuren und laut
      Studien einen sehr hohen Sättigungsgrad.


      35. Schnaps hilft bei der Verdauung


      FALSCH! Monika Bischoff, Diplom-Ökotrophologin und Leiterin des
      Zentrums für Ernährungsmedizin und Prävention (ZEP): „Das Gefühl, dass
      ein Schnaps nach

      einem opulenten Mahl gut für die Verdauung ist, resultiert nicht aus
      dem Alkohol, sondern aus der kurzzeitig entspannenden Wirkung, die das
      Hochprozentige

      auf die Magenmuskulatur hat. Alkohol ist Gift für den Körper, und damit
      er schnell abgebaut wird, werden die Verdauung und andere
      Stoffwechselprozesse

      hinten angestellt, sodass Schnaps die Verdauung letztlich sogar bremst.
      Wer etwas gegen das Völlegefühl tun möchte, sollte lieber einen
      Teelöffel Anis-Kümmel-Körner zu sich nehmen.“

      36. Vitamin C schützt vor Erkältungen


      FALSCH! Auch dieser Mythos trifft leider nicht zu. Eine Gruppe
      internationaler Wissenschaftler fand heraus, dass die vorsorgliche
      Einnahme von Vitamin C (200 Milligramm pro Tag) keinerlei Einfluss auf
      die Entstehung von Erkältungen hat. Husten und Schnupfen konnten so
      nicht verhindert werden. Allerdings waren die Beschwerden von
      Erwachsenen und Kindern, die vor einer Erkrankung Vitamin C einnahmen,
      weniger stark ausgeprägt als bei der Vergleichsgruppe. Und auch der
      Erkältungszeitraum verkürzte sich – wenn auch um weniger als einen Tag.
      Ein kleiner Vitamin-C-Effekt scheint also vorhanden zu sein.


      37. Rohkost ist in jedem Fall gesund


      FALSCH! Um Missverständnissen vorzubeugen: Rohkost ist natürlich
      nicht ungesund. Aber nicht alles, was roh ist, ist für den Menschen
      auch bekömmlich. Fakt ist: Rohes Obst und Gemüse sind schwer verdaulich
      und können Verdauungsstörungen verursachen. Wer ausschließlich Rohkost
      isst, hat meist Mühe, genügend Kalorien zu sich zu nehmen und enthält
      dem Körper wichtiges Fett und Eiweiß vor. Einige Gemüsesorten wie etwa
      grüne Bohnen enthalten im Rohzustand sogar giftige Stoffe. Insofern ist
      es falsch, Rohkost als grundsätzlich gesund zu bezeichnen.


      38. Schwangere dürfen kein Sushi essen


      RICHTIG! Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät
      Schwangeren, „auf den Verzehr von nicht erhitztem Fisch zu verzichten“.
      Als Grund wird das Risiko für Infektionen mit sogenannten Listerien
      oder Toxoplasmen angegeben, die für Schwangere und speziell für das
      ungeborene Kind gefährlich werden können.


      39. Ein Glas Rotwein täglich schützt das Herz


      FALSCH! Resveratrol heißt die Wundersubstanz aus der Schale roter
      Trauben, die verkalkten Arterien vorbeugen und das Herzinfarktrisiko
      senken soll. In Tierversuchen und mithilfe von In-vitro-Studien konnte
      die Wirksamkeit des im Rotwein enthaltenen Polyphenols nachgewiesen
      werden – nicht aber anhand klinischer Studien beim Menschen. Ob und wie
      Resveratrol im Körper wirkt, ist unklar. Und so scheuen sich Forscher
      bislang, eine die Herzgesundheit fördernde Wirkung von Rotwein zu
      bestätigen. Zumal die negativen Folgen des Alkoholkonsums offenbar
      überwiegen.


      40. Kinder sollten zum Essen nichts trinken


      FALSCH! Trinken während einer Mahlzeit soll sich negativ auf die
      Verdauung auswirken. Doch diese Annahme ist falsch. Vielmehr fördert die
      Flüssigkeit sogar die Verdauung, betonen Experten, und Eltern können
      so auch besser kontrollieren, ob der Nachwuchs tagsüber tatsächlich
      genug trinkt.
      gib alles , aber gib nicht auf
    • 41. Frisches Gemüse ist besser als tiefgefrorenes


      FALSCH! Sie glauben, frisches Gemüse enthält viel mehr Vitamine als
      tiefgekühltes und ist wesentlich gesünder? Von wegen! Hamburger
      Wissenschaftler haben den Vitamin-C-Gehalt von frischem, tiefgefrorenem
      und in Gläsern und Dosen gelagertem Gemüse verglichen und
      herausgefunden: Tiefgekühltes Gemüse enthält mehr Vitamin C als
      frische Ware vom Gemüsehändler. Denn durch das sofortige Blanchieren
      und Schockfrosten werden die Vitamine umgehend konserviert. Bei frischem
      Gemüse hingegen geht durch Transport und Lagerung viel Vitamin C
      verloren.


      42. Birnen und Äpfel niemals zusammen lagern


      RICHTIG! Das in Äpfeln enthaltene Ethylen beschleunigt den
      Reifeprozess der Birnen und lässt sie schlecht werden. Deshalb sollten
      Äpfel und Birnen besser nicht zusammen gelagert werden.


      43. Karotten sind gut für die Augen


      RICHTIG! Karotten enthalten viel Betacarotin, das die Hornhaut
      schützt und das Sehen im Dunkeln ermöglicht. Allerdings gibt es andere
      Gemüsesorten, die die Augen noch weitaus besser schützen. So sind unter
      anderem Grünkohl und Brokkoli besonders gut für die Augen: Die darin
      enthaltenen gelben Farbstoff Lutein und Zeaxanthin können helfen, einer
      altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) vorzubeugen, die viele
      Menschen im Alter erblinden lässt. Auch Spinat gehört zu den
      luteinreichsten Gemüsen. Rund 100 bis 150 Gramm Grünkohl, Spinat oder
      Brokkoli enthalten bis zu 10 Milligramm Lutein. Zum Vergleich: Um das
      gleiche Ergebnis mit Möhren zu erzielen, müsste man mehr als ein
      Kilogramm Karotten pro Tag essen.


      44. Verschluckte Obstkerne reizen den Blinddarm


      RICHTIG! Es kommt vor, dass Blinddarmentzündungen durch Apfel- oder
      Apfelsinenkerne ausgelöst werden, die sich im Appendix festgesetzt
      haben. Doch keine Sorge: Dies ist nur äußerst selten der Fall.


      45. Sportlernahrung ist überflüssig


      RICHTIG! Wer glaubt, durch spezielle Sportlernahrung seine Leistung zu steigern, wird enttäuscht. Die
      meisten Informationen, die die Hersteller von Sportlernahrung auf ihren
      Internetseiten veröffentlichen, sind wissenschaftlich nicht gesichert.
      Die Hälfte der Hersteller stellt keine Beweise für ihre Versprechen
      bereit. Und wenn sie doch angebliche Beweise anführen, sind diese,
      wissenschaftlich gesehen, meist schlecht, betonen Experten. So ist es
      für die Verbraucher praktisch unmöglich, sich über die Vor- und
      Nachteile von Sportlernahrung zu informieren. Also: Essen Sie lieber ausgewogen, trinken Sie Wasser und trainieren Sie regelmäßig. Spezielle Sportlernahrung ist dann überflüssig.




      46. Aufgetaute Lebensmittel sollte man nicht mehr einfrieren


      RICHTIG! Bei höheren Temperaturen können sich krankheitserregende
      Mikroorganismen vermehren, deshalb sollte man aufs Einfrieren
      aufgetauter Ware verzichten.


      47. Zu viel Salz ist ungesund


      RICHTIG! Bei einigen Menschen kann zu starker Salzkonsum Bluthochdruck auslösen. Aber Vorsicht: Wer dauerhaft zu wenig Salz konsumiert, erhöht laut einer belgischen Studie sein Risiko für einen Tod durch Herz-Kreislauferkrankungen.
      Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn nennt einen
      Konsum von sechs Gramm Salz pro Tag für Jugendliche und Erwachsene als
      Richtwert. Als Obergrenze gelten 10 Gramm.


      48. Cranberrys können vor Blasenentzündungen schützen


      RICHTIG! Forscher aus Taipeh und Boston entdeckten, dass eine
      Cranberry-Therapie Harnwegsinfektionen vorbeugen kann. Die
      Wissenschaftler analysierten mehr als 400 verschiedene Studien, in der
      eine Schutzwirkung von Cranberry-Produkten vor Harnwegsinfektionen
      untersucht wurden. Das Ergebnis der Übersichtsarbeit: Das relative
      Risiko, erneut an einer Harnwegsinfektion zu erkranken, war für
      Probandinnen mit der Cranberry-Therapie um rund 40 Prozent geringer als
      bei Probandinnen, die keine Cranberry-Produkte erhalten hatten.


      49. Süßstoff ist für Kinder ungesund


      RICHTIG! Kinder können aufgrund ihres geringen Körpergewichts die
      empfohlenen Höchstmengen überschreiten. Alle Süßstoffe unterliegen der
      EU-Süßungsmittel-Richtlinie, die Höchstmengen für die verschiedenen
      Anwendungsbereiche vorschreibt. Damit soll sichergestellt werden, dass
      der sogenannte ADI-Wert (acceptable daily intake) nicht
      überschritten wird. Der ADI-Wert beschreibt die Menge, die bei einer
      lebenslangen täglichen Aufnahme einer bestimmten Substanz als
      unbedenklich gilt. Aufgrund ihres geringen Körpergewichts erreichen
      Kinder sehr schnell die für Erwachsene berechneten ADI-Werte. Insofern
      ist Vorsicht geboten. Darüber hinaus regen Süßstoffe den Appetit an.
      Zwar haben sie kaum Kalorien, doch das ausgelöste Hungergefühl führt
      dazu, dass Kinder meist mehr essen und dadurch schneller zunehmen.


      50. Fenchel beruhigt den Magen


      RICHTIG! Laut wissenschaftlichen Untersuchungen wirken die Inhaltsstoffe und die ätherischen Öle besänftigend. Fenchel enthält unter anderem Vitamin
      A, Vitamin C, Ballaststoffe und Folsäure. Gemixt mit Honig oder als Tee
      aus getrockneten Fenchelsamen ist das Gemüse seit jeher ein altes
      Hausmittel bei Erkältungskrankheiten und Blähungen.
      gib alles , aber gib nicht auf
    • für mich das erstaunlichste

      FALSCH! Laut Stiftung Warentest ist stilles Mineralwasser nicht nur teurer, sondern häufig auch schlechter als Leitungswasser.


      hätte ich nicht gedacht.
      Verneigt euch vor seiner Eminenz Lord Acardiac - Saviour of Nougatville!
    • DagoDuck schrieb:

      für mich das erstaunlichste

      FALSCH! Laut Stiftung Warentest ist stilles Mineralwasser nicht nur teurer, sondern häufig auch schlechter als Leitungswasser.


      hätte ich nicht gedacht.
      hab ich schon oft gelesen und gehört , leitungswasser soll wirklich nicht schlechter sein ... das problem ist , es schmeckt eben nicht so
      gib alles , aber gib nicht auf
    • Sensinell schrieb:

      45. Sportlernahrung ist überflüssig


      RICHTIG! Wer glaubt, durch spezielle Sportlernahrung seine Leistung zu steigern, wird enttäuscht. Die
      meisten Informationen, die die Hersteller von Sportlernahrung auf ihren
      Internetseiten veröffentlichen, sind wissenschaftlich nicht gesichert.
      Die Hälfte der Hersteller stellt keine Beweise für ihre Versprechen
      bereit. Und wenn sie doch angebliche Beweise anführen, sind diese,
      wissenschaftlich gesehen, meist schlecht, betonen Experten. So ist es
      für die Verbraucher praktisch unmöglich, sich über die Vor- und
      Nachteile von Sportlernahrung zu informieren. Also: Essen Sie lieber ausgewogen, trinken Sie Wasser und trainieren Sie regelmäßig. Spezielle Sportlernahrung ist dann überflüssig.
      ... der gefällt mir am besten. Meine Meinung, alles nur Geldmache.
      Proteinshake wenn man mal "zu wenig" über den Tag bekommen hat ist wohl ok... aber ansonsten?
      Fällt mir nur noch das Vitamin D ein (siehe andere Beiträge).
      Ich beziehe das nicht auf Extremsportler, da ist der Bedarf ggf. höher und mit Nahrung nicht abzudecken.